Reisetagebuch Mallorca 2017

 

Freitag, 22. September 2017

Meine Greyhounds hatten pünktlich aufgehört, für eine bessere Welt zu arbeiten. So konnten wir uns ganz entspannt umziehen und mit der Bahn zunächst nach Siegburg und von dort zum Flughafen Köln/Bonn fahren. Unsere Flugtickets hatte der Greyhound bei Air Berlin gekauft. So schwang schon seit Tagen die Angst mit, dass aufgrund der Insolvenz von Air Berlin der Flug abgesagt würde. Aber wir hatten Glück: Niki Air führte den Flug aus ! Was war ich froh, denn ich sah uns schon zwangsweise daheim bleiben.

Und dann kam der Schock für mein kleines Mäuseherz: Als wir in das Flugzeug einstiegen, war ein Lärm um uns herum wie auf der Kirmes. So etwas hatte ich noch nie erlebt ! Das Klischee vom „Malle-Flieger“ wurde voll erfüllt. Inmitten eines Kegelclubs hatten wir unsere Sitze. Zum Glück beruhigte sich der Krach nach dem Start und ich begann, meinen Greyhounds die Routenvorschläge aus dem Reiseführer zu erläutern.

Gegen 21:30 Uhr landeten wir. Natürlich wurden auch hier die Klischees voll erfüllt, als die Passagiere nach der Landung klatschten.

Unser Gepäck hatten wir sehr schnell. Auch unseren vorgebuchten Leihwagen - ein VW Polo - konnten wir gleich übernehmen. Er ist relativ neu (11.175 km) und macht einen gepflegten Eindruck. Ich lotste dann meine Greyhounds nach Inca in unser vorgebuchtes Hotel „Sa Vinya des Convents“. Wir fanden es schnell und nach unserem Anruf kam auch gleich eine Bedienstete und führte uns zu unserem Zimmer. Trotz der Dunkelheit konnten wir erkennen, dass es eine sehr schöne Anlage sein musste. Meine Greyhounds tranken noch schnell am Pool ein Bier, während ich mich für die Nacht fertig machte. Es war ja auch ein langer Tag für mich kleine Maus !

 

Samstag, 23. September 2017

Wir haben super geschlafen. Nach einem leckeren Frühstück im Licht durchfluteten Essbereich drängte ich meine Greyhounds, die Insel zu entdecken. Zunächst fuhren wir nach Alcudia. Dort parkten wir außerhalb der Stadtmauern und schlenderten durch die Altstadt. Ich fühlte mich wohl - in der Tasche des Greyhound hatte ich wie immer den Überblick und konnte gleichzeitig auf Sehenswürdigkeiten hinweisen. Höhepunkt war die Kirche von Alcudia mit ihrem schlichten Innenraum, bei dem die Ausschmückungen besonders gut zur Geltung kamen.

Eine Besonderheit musste ich den Greyhounds unbedingt zeigen und führte sie in das Museum der Kirche. Auf unserem Weg wieder nach draussen konnten wir erhöht zwischen dem Altar und dem gekreuzigten Jesus gehen - das hatten wir so noch nicht erlebt.

Nachdem wir noch durch einige Gassen geschlendert waren, fuhren wir zum Kap Formentor. Die Strasse schlängelte sich durch die Berge und den Wald. Aber mein Greyhound passte gut auf, dass uns nichts passierte. Und dann standen wir im Stau ! Kurz vor dem Kap ging es per Einweiser nur noch Auto für Auto hoch zum Parkplatz. Ich stieg schon mal aus und nutzte die Zeit für ein Foto.

Endlich kamen meine Greyhounds mit 40 Minuten Verspätung auch an und fanden gleich einen Parkplatz. Nach einer Besichtigungsrunde und einigen Fotos machten wir hier unseren Mittagsstopp, ehe wir den Weg bis Pollença wieder zurück fuhren. Dort hielten wir uns nicht auf, sondern steuerten gleich das Kloster von Lluc an. Es war zwar schon 16 Uhr, als wir dort ankamen, aber das war nach Auskunft der Ticketverkäuferin nicht zu spät für eine Besichtigung der Anlage.

Nachdem wir das Video gesehen hatten (ich hätte dieses besser und informativer gemacht, aber mich hat ja niemand gefragt), erzählte ich über die Geschichte der Kirche. Eine Schulbank war dafür der richtige Ort  :-)

Danach hielten wir uns noch im Innenhof auf, da der Greyhound noch einige Fotos machen wollte.

Im dunklen Innenraum der Kirche bildete der golden glänzende Altarbereich einen schönen Kontrast zur blau schimmernden Kuppel. Es waren zum Glück nur wenige Touristen da und so konnten wir die Atmosphäre in Ruhe auf uns wirken lassen.

Nach einem Rundgang durch das Museum und den Garten wurde es für uns langsam Zeit, den Heimweg anzutreten.

Diese dicken Moospolster hatten mein Interesse geweckt.
Diese dicken Moospolster hatten mein Interesse geweckt.

Im Hotel angekommen, ruhten sich meine Greyhounds bei einem Bier ein bißchen aus, während ich Pläne für morgen machte.

Anschließend gingen wir nach nebenan in das Restaurant „Anthony‘s“. Das Essen war lecker und der Wein der Greyhoundin ebenso - was wollen wir mehr ! Mit vollem Bauch gingen wir durch den nächtlichen Garten zurück zum Zimmer und ins Bett.

 

Sonntag, 24. September 2017

Kurz vor 8 Uhr weckte ich meine beiden Greyhounds, denn wir wollten heute mit der Bahn von Palma nach Puerto de Soller fahren. So hatten wir keine Zeit zu verschwenden, denn wir mussten in Palma einen Parkplatz finden und noch die Tickets kaufen.

Dank unseres kleinen elektronischen Lotsen fanden wir den Bahnhof in Palma sehr schnell. Sogar mit dem Parkplatz hatten wir Glück - fast direkt am Bahnhof konnten wir unser Auto kostenfrei abstellen.

Nach dem Ticketkauf suchte ich für die Greyhounds im hintersten Waggon Plätze. So können sie zum Fotografieren auf die hinterste Plattform gehen und haben freien Blick auf die sonnige Landschaft.

Vor der Abfahrt inspizierte ich die einzelnen Waggons.
Vor der Abfahrt inspizierte ich die einzelnen Waggons.
Danach ging ich nach vorne und wir konnten abfahren.
Danach ging ich nach vorne und wir konnten abfahren.
Unsere Fahrt ging durch eine grüne Landschaft.
Unsere Fahrt ging durch eine grüne Landschaft.

Nach über einer Stunde erreichten wir Soller. Meinen Greyhounds hatte die Fahrt sehr gut gefallen - kein Wunder bei den Plätzen.

In Soller angekommen, ließen wir uns zunächst ein bisschen durch die Gassen treiben, denn die Kirche war aufgrund einer Messe noch nicht für Besucher geöffnet. Unterwegs kamen wir an einem Esel vorbei, der wie für mich gemacht war.

Kurz danach konnten wir in einem hübschen Hinterhof ein leckeres hausgemachtes Sorbet essen.
Kurz danach konnten wir in einem hübschen Hinterhof ein leckeres hausgemachtes Sorbet essen.

Nachdem wir die Kirche besichtigt hatten, stiegen wir in die Straßenbahn nach Puerto de Soller. Schnell waren wir dort und erkundeten den kleinen Ort. Meine Greyhounds waren zwar schon häufiger mit dem Segelboot hier gewesen, aber ich zeigte ihnen Stellen, die sie noch nicht gesehen hatten. Dazu mußten wir zwar durch die Gassen nach oben steigen, hatten von dort aber einen schönen Blick auf den Hafen.

Nachdem wir uns direkt am Hafen mit einem leckeren Mittagessen gestärkt hatten, zog es mich vor der Rückfahrt nach Soller an den Strand. War das herrlich, das Meeresrauschen direkt im Ohr zu haben und dabei die Sonne auf dem Pelz zu spüren.

Kurz vor Erreichen der Bahn sah ich noch einen hübschen Wenderock, den ich der Greyhoundin natürlich sofort zeigte. Und schon erhöhte sich unser Abfluggewicht :-)

Wieder in Soller angekommen, vertrieben wir uns die Zeit bis zur Rückfahrt. Müde, aber glücklich über den heutigen Tag bestiegen wir den Zug und fuhren nach Palma zurück. In der Nähe des Bahnhofs in Palma fanden wir ein Straßenrestaurant. Auf die Frage des Kellners, ob das Bier auch groß sein dürfe, antworteten wir wie aus einem Mund „ja“ - und hatten jeweils einen Maßkrug vor uns stehen !

Auch bei der Bestellung der Tapas verschätzten wir uns gehörig. Wir hatten uns - wie in Bonn - jeder drei Tapas bestellt. Wer konnte denn ahnen, dass es sich um sehr große Portionen handelt ! So weiteten wir unsere Bäuche und rollten anschließend nudeldickesatt zurück zum Auto.

Wieder in unserer Unterkunft lasen wir die letzten Neuigkeiten über das Ergebnis der heutigen Bundestagswahl. Leicht confused gingen wir ins Bett.

 

Montag, 25. September 2017

Heute ließ ich die Beiden etwas länger schlafen, denn für die Besichtigung von den von mir für heute vorgesehenen drei hübschen Orten in der Tramuntana mussten wir nicht pünktlich sein.

Als ersten Ort zeigte ich ihnen Valldemossa mit seinem Kloster und dem Palast. Schon kurz bevor wir den Ort erreichten, waren meine Greyhounds voll begeistert. Malerisch drängten sich die gepflegten Häuser am Hang und wurden von dem Kloster überragt. Einen Parkplatz fanden wir schnell - nur hatten wir kein Kleingeld für den Parkautomaten, weshalb der Greyhound schnell ein paar Flaschen Wasser im Supermarkt kaufte und so Kleingeld hatte.

Als Highlight konnten wir heute ein kostenloses kurzes Klavierkonzert von Chopin im Palast anhören. So packten wir die Besichtigung des Klosters und des Palastes um diesen Termin herum.

Diesen Brunnen im Innenhof des Palastes von Valldemossa fand ich besonders hübsch.
Diesen Brunnen im Innenhof des Palastes von Valldemossa fand ich besonders hübsch.

Nach dem kulturellen Teil unserer Tour in Valldemossa ließen wir uns durch die hübschen kleinen Gassen treiben. Überall lockten Fotomotive ! Nachdem wir uns satt gesehen hatten, fuhren wir weiter nach Deià. Es war nur ein kurzes Stück, aber der Ort sah völlig anders aus als Valldemossa: Die gepflegten Häuser umschlossen einen kleinen Hügel und bildeten damit den gesamten Ort. Nichts Monumentales oder die Kulisse beherrschendes, nein, einfach nur der besiedelte Hügel, das war es. Das Hauptproblem Parkplatz lösten wir sehr schnell, da der Greyhound am Strassenrand eine kleine Lücke fand. Er ist halt doch ein Fuchs !

Deià gehört definitiv zu meinen Lieblingsorten auf der Welt - und ich habe schon viele gesehen !
Deià gehört definitiv zu meinen Lieblingsorten auf der Welt - und ich habe schon viele gesehen !

Da der Ort an einem Hügel liegt, hieß es für uns, die Gassen hinauf zu steigen. Als wir oben waren, mußten wir leider auf die Besichtigung der Kirche verzichten, da dort gerade Tonaufnahmen gemacht wurden und das Gebäude deshalb geschlossen war.

In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit suchten wir uns ein kleines Terrassenrestaurant für unser (verspätetes) Mittagessen. Nach der Völlerei von gestern wollten wir nur etwas Kleines essen. Ich schlug deshalb Thunfischsalat und das von hier kommende Pan amb Oli mit Serranoschinken vor.

Natürlich erfüllten zwei Paare aus Deutschland auch hier wieder das Klischee, nichts zu verstehen und sich trotzdem daneben zu benehmen, als sie den Wirt darum „baten“, ein Foto von ihnen zu machen. Naja, ich schämte mich ein bißchen fremd und genoß das leckere Essen.

Nach der Stärkung schlugen meine Greyhounds vor, einen Abstecher zur Bucht von Deià zu machen. Im Museum in Alcudia hatten sie ein gemaltes Bild der Bucht gesehen. Auch pries ein Reiseführer die Bucht als sehr schön an. Da mir andere Informationen vorlagen, versuchte ich, sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Aber umsonst, sie wollten unbedingt dorthin fahren.

Nach knapp zwei Kilometern erreichten wir den Parkplatz für die Autos und nach ein bißchen Suchen konnten wir uns am Strassenrand hinstellen. Nachdem wir ein paar Meter gegangen waren, standen wir an der Bucht: Der Kiesstrand erwies sich als mit Felsen gespickt und war voller Menschen. Ein bißchen hatte ich die Vorstellung von Robben auf Felsen, wie ich es schon gesehen hatte.

Groß war die Enttäuschung meiner Greyhounds bei diesem Anblick. Ich wollte jetzt nicht diejenige nach dem Motto „habe ich Euch doch gleich gesagt.....“ sein, weshalb ich vorschlug, zum Auto zurück zu gehen. Dort überraschte ich sie mit einer Spezialität aus Valldemossa: Coca de Patatas - aus Kartoffelteig gebackene Hefekugeln, die mit Puderzucker verfeinert werden. Ich hatte diese in einem unbeobachteten Augenblick gekauft und für Momente wie diesen vorgesehen.

Am Strand hatte ich andere und deutlich weniger rund geformte Kugeln anschauen müssen :-(
Am Strand hatte ich andere und deutlich weniger rund geformte Kugeln anschauen müssen :-(

Die Miene meiner Greyhounds hellte sich sofort auf und ich war der Star der Stunde. Von „lecker“ bis „Maus, Du bist die Größte“ reichten die Kommentare.

Anschließend fuhren wir zu unserem letzten Ziel nach Fornalutx. Dieses Dorf war wieder anders als Valldemossa und Deià, da es im Tal lag. Die letzten Strahlen der Abendsonne sorgten für ein tolles Fotolicht. Als Höhepunkt zeigte ich der Greyhoundin ein Hausschild:

Wir mussten alle schmunzeln. Das letzte Mal konnte ich ihr an der Ostküste der USA ein solches Schild zeigen.

Nachdem wir unseren Rundgang beendet hatten, kauften wir im kleinen Supermarkt Brot, Käse, Schinken, Wein und Bier ein und fuhren zur Unterkunft.  Dort setzten wir uns an den Pool und ließen es uns gut gehen. Anschließend plante ich den morgigen Tag.

 

Dienstag, 26. September 2017

Als wir aufwachten, war der Himmel vollständig bedeckt. An einem solchen Tag war mein Plan, heute die Höhle von Hams zu besichtigen, genau richtig, denn unter der Erde ist es egal, wie der Himmel aussieht. Meine Greyhounds wollten zwar lieber zur Drachenhöhle, aber mit der Aussicht auf weniger Touristen und bessere Fotografiermöglichkeiten konnte ich sie schnell überreden. Den etwas höheren Eintrittspreis verschwieg ich, um keine Diskussion zu beginnen.

Schnell erreichten wir Porto Christo, parkten unser Auto und kauften die Tickets. Bis zur nächsten Führung mussten wir nicht lange warten. Zunächst wurden uns in der ersten Höhle zwei Videos gezeigt, die ganz nett waren, aber doch zu einem leichten Murren meiner Greyhounds führten. Ich beruhigte sie mit der Aussicht auf die zweite Höhle. Und tatsächlich, als sie dort in Ruhe fotografieren konnten und selbst das eigentlich verbotene Stativ seitens der Aufpasser nicht moniert wurde, besserte sich ihre Stimmung zusehends. Als sie dann noch die nach oben gebogenen Stalagtiten entdeckt hatten, die die Namensgeber der Höhle (Hams = Angelhaken) waren, war alles wieder im Lot.

Sieht schon komisch aus, wenn die Stalagtiten nach oben wachsen.
Sieht schon komisch aus, wenn die Stalagtiten nach oben wachsen.
Ein Teil der farbenprächtigen Höhle.
Ein Teil der farbenprächtigen Höhle.
Ich bin immer wieder fasziniert von der Welt hier unten.
Ich bin immer wieder fasziniert von der Welt hier unten.

Der Abschluss am unterirdischen See in Form eines Duetts aus Mozart‘s Zauberflöte war sehr schön und wurde zum perfekten Ende der Tour, als die Beiden diesen Teil nochmals ansehen durften, da sie beim ersten Mal nicht ganz vorne gestanden hatten. Danach waren sich beide einig, dass sie diese Privilegien in der touristisch überlaufenen Drachenhöhle nicht gehabt hätten. Lag ich mit meiner Planung also wieder richtig !

Mittlerweile hatte der Himmel wieder mehr die vertraute Farbe blau angenommen. So beschlossen wir, einen kleinen Abstecher nach Petra zu machen. Davor stoppten wir aber noch in Manacor und ließen uns die Perlenherstellung bei Majorica zeigen. Künftig schmückt sich die Greyhoundin mit einem hübschen Collier und dazu passenden Ohrringen :-)

In Petra fuhren wir hoch zum Kloster. Wir hatten Glück, denn die Kirche war geöffnet. Außer uns waren kaum andere Touristen da, weshalb wir es einmal sogar wagten, die Kirchentüren zu schliessen, um störenden Lichteinfall bei den Fotos zu verhindern.

Nach diesem kulturellen Highlight meldete sich der Hunger. So stoppten wir in Petra bei einem sehr netten Restaurant. Es dauerte zwar sehr lange, bis das Essen auf dem Tisch stand, aber wir hatten ja Zeit.

Wieder in der Unterkunft, ruhten wir uns am Pool in der Sonne bis zum Abendessen aus.

Im Lonely Planet hatten wir als Tipp gelesen, dass der ehemalige Weinkeller „Ca‘n Amer“ in Inca besonders gut und preiswert sein soll. Von unserer Unterkunft aus war es nur etwa ein Kilometer, weshalb wir zu Fuß hingingen.

Ein urig eingerichtetes Restaurant erwartete uns.

Im tiefen Keller des Restaurants "Ca'n Amer".
Im tiefen Keller des Restaurants "Ca'n Amer".

Das Essen war sehr lecker. Vorallem die Honigsoße mit bitterem Orangenunterton war ein Gedicht zum Lammbraten. Auch der Hauswein war sehr kräftig im Geschmack und stellte sich später mit 2,50 € pro Glas als nicht teuer heraus. Überhaupt kostete unser reichhaltiges Abendessen weniger als das Essen am Sonntag in Palma, war aber deutlich schmackhafter !

Mit sehr lecker gefüllten Bäuchen gingen wir zurück zu unserer Unterkunft. Nach einer Runde Backgammon schliefen meine Greyhounds ein. Ich schaute mir noch kurz die Unterlagen für morgen an und legte mich dann auch hin.

 

Mittwoch, 27. September 2017

Die Sonne holte uns aus dem Bett. Nach dem Frühstück fuhren wir nach Sineu, wo heute Markttag ist. Einen Parkplatz zu finden, war garnicht einfach, da Touristen aus allen Ecken der Insel mit Bussen und Autos hergekommen waren. Aber mit ein bißchen Suchen klappte es dann doch. Tja, ich mache es kurz: Der Markt ist zwar groß und verteilt sich in der ganzen Altstadt. Dazu spielte an mehreren Ecken Livemusik. Aber für unseren Geschmack wurde zu viel Krimskrams angeboten, der mit Mallorca und seinem traditionellen Leder- und Keramikhandwerk nicht viel zu tun hat. Viel Industrieware wurde von erkennbar Nicht-Mallorquinern angeboten. Wir beschränkten unsere Einkaufsaktivitäten deshalb auf Brot zum Abendessen. Da aber Sineu eine hübsche Altstadt hat, schlenderten wir durch diese. Die Kirche mit ihrem hellen Innenraum war genauso wie der Innenhof des Rathauses sehr sehenswert. Das Kloster war leider geschlossen, da die letzten Nonnen ausgezogen waren.

Unsere Maus steht am Ende der Evolution.
Unsere Maus steht am Ende der Evolution.

Nachdem wir genug vom Markttreiben und der Besichtigung hatten, merkte ich meinem Greyhound eine gewisse Unruhe an. Auf meine Frage nach seiner Unruhe rückte er mit der Bemerkung heraus, dass er am liebsten morgen Fahrradfahren möchte. Als Ziel hatte er sich das Kap Formentor überlegt. Ich grübelte ein bißchen und schlug dann vor, dass wir nach Port de Pollença fahren könnten, um uns dort nach einem Leihfahrrad für morgen zu erkundigen. Zur Beruhigung der Greyhoundin bot ich an, die Tour mitzufahren und auf den Greyhound aufzupassen. Richtig entspannt wirkte sie nicht, aber ich werde mein Bestes tun, damit er wieder heil heimkommt. Als Kontrastprogramm schlug ich ihr vor, dass sie morgen den berühmten Markt in Inca besucht. Um in Ruhe meine Vorschläge zu besprechen, setzten wir uns in ein Strandrestaurant und stärkten uns.

Wieder zurück in der Unterkunft, legten wir uns an den Pool und lasen. Den Abend ließen wir bei Brot, Wein, Käse, Schinken und Bier ausklingen.

Na, jetzt bin ich mal auf morgen gespannt, wenn ich für zwei Programmaktivitäten verantwortlich bin.

 

Donnerstag, 28. September 2017

Nach dem Frühstück zeigte ich der Greyhoundin zunächst, wo der Markt in Inca ist. Auch wies ich sie auf ein paar Sehenswürdigkeiten hin, die sie unbedingt ansehen sollte. Danach fuhr ich mit dem Greyhound nach Puerto de Alcudia zum Fahrradverleiher Max Hürzeler. Dort mietete ich für ihn ein Crossbike mit geradem Lenker und Scheibenbremsen. Damit er ein bißchen flotter aussieht, überredete ich ihn zum Kauf eines Radlershirts. Anschließend nahm ich in der kleinen Lenkertasche Platz und wir fuhren zum Kap Formentor.

Zunächst hatten wir 15 Kilometer in der Ebene, um uns an das Fahrrad zu gewöhnen. Dann begann der Aufstieg durch den würzig duftenden Wald. Dank des leichten Rades kamen wir aber flott voran und erreichten nach einer Berg- und Talfahrt nach zwei Stunden den Leuchtturm am Kap Formentor. Wir hatten auf den letzten Metern einen Heidenspaß, die Autos zu überholen, die (wie wir am letzten Samstag) für einen Parkplatz anstanden.

Da der Greyhound noch Lust auf einen Abstecher hatte, überredete ich ihn, mit mir zu dem alten Steinturm hoch zu fahren. Ich glaube, da mußte er sich aufgrund der Steigung und des unebenen Teeres ganz schön ins Zeug legen - aber ich hörte keine Klagen.

Am Turm angekommen, nahm ich allen Mut zusammen und kletterte die Außenleiter am Turm hoch.

Von dort oben hatten wir einen tollen Blick über die Landschaft. Selbst die Oberschenkel des Greyhounds wurden mit einem Mal wieder locker :-)

Nachdem wir uns noch ein bißchen gestärkt hatten, sausten wir nach Porto de Pollença den Berg runter. Zum Glück sah ich nicht den Tacho, aber so, wie es mir die Ohren anlegte, waren wir glaube ich ganz schön flott unterwegs.

In Puerto de Alcudia gaben wir nach etwas mehr als 5 Stunden, 83 gefahrenen Kilometern und 1.050 Höhenmetern das Fahrrad wieder ab und fuhren in die Unterkunft zurück. Während der Rückfahrt lächelte der Greyhound richtig selig.

In der Unterkunft erzählte die Greyhoundin über ihren Tag. Der Markt in Inca war wohl noch schlechter als der gestern in Sineu. Lediglich der Lebensmittelmarkt an der Kirche war sehenswert.

Anschließend besichtigte sie ausgiebig die Kirche, da diese neben dem ansprechenden Äußeren einen schönen Innenraum hatte.

Auf ihrem weiteren Rundgang entdeckte sie dann noch die lebensechte Figurengruppe eines Schusterpaares.

Nach diesem Rundgang war sie zur Unterkunft zurück gegangen und hatte es sich am Pool bequem gemacht.

Nachdem wir uns alle geduscht hatten, wurde es auch schon Zeit für das Abendessen. Wir gingen heute wieder in den Keller „Ca‘n Amer“, da es uns dort sehr gut geschmeckt hatte. Auch heute wurden wir nicht enttäuscht. Zum Abschluss bestellte ich der Greyhoundin noch einen Brandy 103. Weich und süffig wurde er von ihr gleich zum bevorzugten Verdauer erklärt.

Mit lecker gefüllten Bäuchen gingen wir zur Unterkunft zurück.

 

Freitag, 29. September 2017

Bei strahlend blauem Himmel fuhren wir nach Sa Calobra. Spektakulär windet sich die Strasse hinab ans Meer. Leider hatten wir nie einen Gesamtüberblick, wie die Greyhounds mir von Norwegen erzählten. Naja, wir können hier nicht alles haben. Bewundert habe ich die Fahrradfahrer, die sich die Steigungsstrecken hoch arbeiteten.

In Sa Calobra waren wir so rechtzeitig, dass wir noch einen Parkplatz bekamen. Da der Ort eigentlich nur aus ein paar Restaurants besteht, gingen wir den Fußweg hinüber zum Torrent de Pareis. Eine Menschenschlange nahm mit uns denselben Weg. Und die wollen alle bei dem kleinen Strand baden ! Wir hatten keine Lust auf diese Völkerscharen und gingen ein bißchen in die Schlucht hinein. Steil ragten rechts und links die Felswände empor - aber meine Greyhounds passten auf mich auf.

Im Torrent de Pareis
Im Torrent de Pareis

Als wir genug von der Schlucht gesehen hatten, fuhren wir mit dem Auto hinüber zur Cala Tuent, da diese bedeutend ruhiger und nicht so übervölkert sein sollte. Und tatsächlich: Viel weniger Menschen waren da, weshalb meine Greyhounds gleich ins Meer sprangen. Ich baute derweil meine erste Steinpyramide.

Mein Steintürmchen in der Cala Tuent.
Mein Steintürmchen in der Cala Tuent.

Nach dieser Abkühlung machten wir den letzten Abstecher für heute und fuhren nach Palma. Die Greyhoundin hatte einen kleinen Stadtrundgang durch die Altstadt in einem der Reiseführer gefunden. Unser Auto konnten wir im Parkhaus an der Kathedrale unterstellen und waren damit am Startpunkt der Tour. Mich interessierte natürlich die berühmte Kathedrale.

Die Kathedrale von Palma - ein Traum im Abendlicht !
Die Kathedrale von Palma - ein Traum im Abendlicht !

Da wir aufgrund des späten Nachmittags nicht genügend Zeit für eine Innenbesichtigung hatten, mußte ich auf dieses Highlight verzichten. Dafür zeigte mir die Greyhoundin tolle Hinterhöfe und zwei andere Kirchen, die mich ebenso beeindruckten. Ich hätte nicht gedacht, dass mir Palma so gut gefallen würde. Bislang hatte ich immer die Befürchtung, dass der Charme der Stadt unter den „Ballermann“-Touristen leidet, aber ich wurde eines besseren belehrt.

Als die Sonne langsam hinter den Wolken verschwand, fuhren wir nach Inca zurück. Bei „Anthony‘s“ stärkten wir uns noch kurz, ehe wir nach diesem schönen Tag ins Bett fielen.

 

Samstag, 30. September 2017

Nach einem letzten Frühstück in unserer hübschen Unterkunft tankten wir unseren kleinen VW Polo und fuhren zum Flughafen. Die Abgabe gestaltete sich mehr als problemlos. Der Angestellte der Verleihfirma machte sich kaum die Mühe, den Wagen zu inspizieren. So bekamen wir die Unterschrift schneller als wir gedacht hatten.

Mit dem Bus Nr. 1 fuhren wir daraufhin zum Hafen. Unsere Yacht „La Primera“ war noch nicht ganz übergabebereit. So machte ich mich auf und sah mir die Nachbaryachten an. Es waren schon ein paar sehr nette Boote dabei, die aber für mich kleine Maus viel zu groß waren.

Nachdem uns unser Zuhause für die nächste Woche erklärt worden war und wir unser Gepäck verstaut hatten, gingen wir essen und einkaufen. Das hatte ich noch nie erlebt, dass wir am Ende zwei volle Einkaufswagen hatten. Wer soll das alles essen (oder trinken !) ?

Anschließend warteten wir, bis unsere Crew vollständig war. Ich hatte unsere netten Mitsegler ja schon einmal in Bonn kennengelernt und freute mich, sie hier unter der mallorquinischen Sonne wieder zu sehen. Demzufolge gab es ein großes Hallo, als wir wieder zusammen waren.

Unser Mitsegler Martin zeigte uns anschließend ein hübsches und günstiges Restaurant in Palma. Ich hatte noch nie Tintenfisch vom Grill gegessen, muss aber sagen, dass es mir sehr geschmeckt hat.

Nach einem kurzen Spaziergang waren wir wieder an Bord und ließen den Tag ausklingen.

 

Sonntag, 01. Oktober 2017

Nach einer für mich ungewohnt ruhigen Nacht auf einem ein kleines bißchen schwankenden Schiff begann der Tag zur gewohnten Zeit um 8 Uhr. Ich war schon richtig aufgeregt ! Aber der Greyhound als Skipper bestand auf einer Schiffseinweisung vor dem Ablegen. Ich versuchte, mir alles zu merken. Hoffentlich vergesse ich nichts, denn ich will ja nichts falsch machen.

Gegen 11 Uhr legten wir ab. Der Himmel zeigte sich bedeckt und der Wind hatte keine Lust. Hmm, das hatte ich mir schon etwas anders vorgestellt ! Aber der Greyhound nutzte die Zeit und zeigte uns, wie wir die Yacht unter Motor bewegen.

Nachdem wir ein paar Stunden motort waren, frischte der Wind auf und wir konnten segeln ! War das ein Spaß ! Wir konnten alle unser seglerisches Können unter Beweis stellen.

 

Steuern finde ich nicht so schwer, aber ....
Steuern finde ich nicht so schwer, aber ....
.... alle Leinen auseinander zu halten, ist schon eine Kunst.
.... alle Leinen auseinander zu halten, ist schon eine Kunst.

Zum Glück war der Greyhound dabei und konnte - wenn nötig - eingreifen.

Für die Bucht in Cabrera hatte der Greyhound einen Bojenliegeplatz vorgebucht.

Ich habe unser Schiff an der Boje festgemacht.
Ich habe unser Schiff an der Boje festgemacht.
Ich bin in der Bucht von Cabrera angekommen.
Ich bin in der Bucht von Cabrera angekommen.

So konnten wir nach dem Festmachen sofort alle ins Wasser springen und das glasklare Wasser der Bucht genießen.

Abends ließ ich mich von der Crew lecker bekochen. Anschließend fiel ich in einen tiefen Schlaf, denn der heutige Tag war für mich doch sehr anstrengend gewesen.

 

Montag, 02. Oktober 2017

Ein paar Mal hatte ich heute Nacht Angst, denn das Schiff bewegte sich und wackelte ab und zu. Als ich aber sah, dass die anderen ruhig schliefen, machte ich wieder meine Augen zu.

Am Morgen war der Himmel total bedeckt. Das versprach, ein grauer Tag zu werden. Vor dem Frühstück sprangen wir alle ins klare Wasser, um fit für den Tag zu sein. Und dann begann ein Segeltag, den ich nicht so schnell vergessen werde.

Die Navigation ist ja gar nicht so schwer.
Die Navigation ist ja gar nicht so schwer.

Zunächst war der Wind gut für uns. Auch Wellen hatten wir keine. Aber je mehr wir nach Süden Richtung Porto Cristo fuhren, umso mehr Wellen kamen und schüttelten mich und das Schiff durch. Ich hielt mich tapfer und klagte nicht, auch wenn es mir ab und zu ein bißchen schlecht wurde.

Die Wettervorhersage für morgen versprach Wind aus Süd der Stärke 2-3 und Wellen. Das hätte für uns wie heute Kreuzen und Schaukeln bedeutet. So beschlossen wir, nicht nach Puerto Cristo zu fahren, sondern uns in Porto Colom einen Liegeplatz zu suchen und morgen dafür entspannt Richtung Cabrera zu segeln. Als ich das hörte, war ich insgeheim froh. Zum Dank kochte ich für den Skipper und die Crew einen leckeren Kartoffelsalat.

Nach dem Abendessen - für das ich sehr viel Lob erhielt - saßen wir noch zusammen und erzählten ein bißchen. Anschließend verschwand jeder in seiner Koje, da ein Tag auf See doch sehr hungrig macht.

 

Dienstag, 03. Oktober 2017

Nach dem Aufwachen schöpfte ich Hoffnung auf einen sonnigen Tag, da der bedeckte Himmel blaue Löcher hatte. Aber nach dem Frühstück zog es sich wieder zu. Da scheint der Greyhound doch recht gehabt zu haben mit seiner Wettervorhersage. Naja, hoffentlich irrt er sich wenigstens mit seiner Windvorhersage für heute !

Nach dem Auslaufen konnten wir Segel setzen, d.h. die Mitsegler setzten die Segel und ich hielt solange Ausguck, denn mit meinen kleinen Ärmchen wäre ich keine große Hilfe gewesen.

Gegen Mittag allerdings wurde der Wind immer schwächer und wir mußten motoren. So kamen wir gegen 16 Uhr in der Bucht von Cabrera an. Als Anlegerschluck gab es anstelle von Kaltgetränken leckeren Kaffee, da der bedeckte Himmel keine Lust auf etwas Kaltes machte.

Meine Greyhounds machten danach das Dinghi klar und wir fuhren zu Dritt zum Anlegesteg bei der Burg. Meine erste Fahrt mit einem kleinen Schlauchboot. Ich passte gut auf, dass ich nicht über Bord ging.

Schnell waren wir am Steg und gingen den Weg zur Burg hoch. Von dort hatten wir einen schönen Rundumblick auf die Bucht. Es ist eben immer wieder schön, wenn wir zu Dritt unterwegs sind und etwas erleben.

Und dann kam der Tiefpunkt meines Tages: Auf der Rückfahrt zu unserem Schiff wurde ich übermütig und kletterte auf den Rand des Schlauchbootes. Eine kleine Welle, die ich nicht gesehen hatte kam und schon hieß es von meinem Skipper „Maus über Bord an Backbord“. Das Wasser war sehr erfrischend, aber ich japste nach Luft und versuchte, nicht unter zu gehen. Doch ein beherzter Griff meiner Greyhoundin rettete mich und holte mich an Bord zurück.

Ich ärgerte mich über mich selbst, denn meine Übermütigkeit bringt mich immer wieder in brenzlige Situationen.

Zurück an Bord duschte ich mir das Salzwasser aus dem Fell und verzog mich, um wieder trocken zu werden. Ich schämte mich ganz schön für meine Dummheit, aber alle trösteten mich und meinten, dass es doch gar nicht schlimm sei. Zusätzlich packten sie mich in ein trockenes Handtuch ein.

Während ich auf diese Weise wieder trocknete, war das Abendessen von meinen Mitseglern sehr lecker gekocht worden. Es gab sogar eine mediterrane Vorspeise ! Mit lecker gefüllten Bäuchen saßen wir noch lange in der Plicht und beendeten diesen ereignisreichen Tag.

 

Mittwoch, 04. Oktober 2017

Sonniges Wetter und starker Wind begrüßte uns am Morgen. Nach den gestrigen Erfahrungen blieb ich aber brav in der Plicht und ging kein Risiko ein. Nach dem Frühstück bereiteten wir unser Schiff auf das Auslaufen vor. Unseren gestrigen Plan, heute vielleicht die blaue Grotte mit dem Dinghi zu erkunden, mußten wir fallen lassen, da der Wind zu kräftig war. So segelten wir gleich in Richtung Palma los. Die Navigation dorthin übernahm natürlich ich !

Zunächst hatten wir tolles Segelwetter bei blauem Himmel. Leider ließ der Wind ab dem frühen Nachmittag nach. So motorten wir die restliche Strecke bis in die Bucht von Santa Ponsa. Dort ankerten wir, was für mich Premiere war. Aber ich half fleissig mit, indem ich auf die Wassertiefe achtete.

Zum Einkaufen brachte der Greyhound zwei Mitseglerinnen an das Ufer. Bis zu deren Rückkehr war Baden angesagt. Gut, ich hielt mich dabei zurück, denn das gestrige Erlebnis steckte mir noch im Fell.

Unser Abendessen nahmen wir nach einem schönen Sonnenuntergang vor der stimmungsvoll erleuchteten Bucht von Santa Ponsa ein. Nachdem der Greyhound noch einmal unseren Anker überprüft hatte, schlief ich schnell ein, denn der Tag war für mich kleine Maus doch anstrengend gewesen.

 

Donnerstag, 05. Oktober 2017

Nach einer wunderbar ruhigen Nacht wachte ich als erste auf und kochte für alle Kaffee. Nach und nach kamen alle aus ihren Kojen und gingen erst einmal schwimmen. Danach ließen wir den Tag mit einem Frühstück ruhig angehen.

Nach dem Auslaufen ließ der Wind zu wünschen übrig, weshalb wir nach Passieren der Insel Dragonera unser Schiff in der Sonne treiben ließen und die Wärme genossen. Natürlich war auch wieder Baden angesagt :-)

Ich bin bei den Reichen und Schönen und ganz schön Reichen vor Andraitx.
Ich bin bei den Reichen und Schönen und ganz schön Reichen vor Andraitx.
Gegen Nachmittag kam schöner Segelwind auf und wir konnten segeln. War das ein Spaß ! Den ganzen restlichen Tag bis zum Abend segelten wir wie die Profis.
Geschafft ! Wir haben die Insel Dragonera umrundet !
Geschafft ! Wir haben die Insel Dragonera umrundet !
Danach fuhren wir nach Puerto de Andraitx und legten mit Hilfe des Hafenmeisters unser Schiff an eine Boje in der Nähe der Restaurantmeile.

Nach einem Anlegerbier ließen wir das Dinghi zu Wasser und gingen essen. Dank des Tipps des Marineros gingen wir in das Restaurant „Admiral“ und wurden nicht enttäuscht.

Wieder an Bord, tranken wir noch ein letztes Bier und legten uns dank des ständigen Schwells zu einer sehr bewegten Nachtruhe in unsere Kojen.

 

Freitag, 06. Oktober 2017

Trotz des ständigen Rollens des Schiffs habe ich gut geschlafen. Nachdem die anderen gebadet hatten, frühstückten wir und legten anschließend Richtung Palma ab. Zunächst hatten wir bis zum Cap de Cala Figuera keinen Wind, weshalb wir wieder einen Badestop einlegten. Dann aber half uns die Thermik und wir konnten bis in den Hafen von Palma super segeln. Ich fühle es richtig, dass aus mir noch eine Seemaus wird !

Nach dem Tanken und Anlegen im Hafen übergaben wir unser Schiff an den Vercharterer. Unseren Skipper lobten wir wegen seiner Umsicht und tollen Manöver und beendeten den Törn bei leckeren kalten Getränken.

Nach dem Duschen gingen wir wieder in dasselbe Restaurant wie am letzten Samstag. Auch heute war es wieder sehr lecker. Anschließend saßen wir noch ein bißchen in der Plicht zusammen und gingen dann ein letztes Mal in unsere Kojen.

 

Samstag, 07. Oktober 2017

Da wir festgekeilt zwischen den anderen Yachten waren, konnte sich unser Schiff in der Nacht kaum bewegen. So schliefen wir sehr ruhig unsere letzte Nacht auf Mallorca.

Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns und gingen zum Flughafen. Der Heimflug klappte problemlos und nach 2 sehr schönen Wochen landeten wir im deutschen Schmuddelwetter. Damit endete eine aufregende Zeit für mich. Mal schauen, wohin es uns als nächstes zieht.

Eure Maus