Westaustralien 30.04.2026-25.05.2026

Reiseroute:

Bonn - Frankfurt/Main - Bangkok - Perth/Fremantle - Rottnest Island - Perth - Nambung NP - Cervantes - Lake Thetis - Central Greenough Historic Settlement - Geraldton - Northampton - Pink Hutt Lagoon - Kalbarri NP - Shell Beach - Eagle Bluff Lookout - Monkey Mia - Francois Peron NP - Monkey Mia - Carnarvon - Coral Bay - Exmouth - Cape Range NP - Exmouth - Karijini NP - Eighty Miles Beach - Crab Creek - Broome - Perth - Doha - Frankfurt/Main - Bonn

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Eigentlich wollten wir diese Reise schon 2020 machen - aber dann kam Corona, die Welt drehte durch und Reisen war nahezu unmöglich geworden. Bevor wir alt und gebrechlich werden, wollten wir aber unseren Traum vom Schnorcheln mit Walhaien wahr werden lassen. Und so setzten wir uns im Dezember 2025 hin und planten die Tour erneut. Das Vorhaben, ein Wohnmobil zu mieten, verwarfen wir schnell, denn alle Stellplätze waren im Internet an den touristischen Hotspots schon ausgebucht. So blieb uns nur noch, einen Mietwagen und Unterkünfte vorzubuchen. Soweit so gut, aber dann bekamen zuerst wir ein paar "Wehwehchen". Anschließend drehte die Welt (schon wieder) durch und wir bekamen fast täglich Nachrichten der Airlines über daraus resultierende Änderungen der Flugzeiten.

Doch dann kam endlich der Tag der Abreise und wir konnten starten!!!!

 

Donnerstag, 30. April 2026

Bonn - Bangkok

0 km

Heute geht es endlich los! Was waren wir froh, denn  so viele bange Momente beim Eintreffen einer neuen Mail der Fluggesellschaften hatten wir noch vor keinem Urlaub.

Gestern hatten wir schon unsere Koffer und Handgepäckstaschen gepackt. Wie einfach ist dagegen das Beladen unseres Mausmobils vor einer Tour! Aber wir hatten es ja so gewollt. Dennoch hatten wir aber keinen Streß. 

Die Straßenbahn nach Siegburg wurde aktuell durch einen Schienersatzverkehr ersetzt. Hierüber hatte der Generalanzeiger ausführlich berichtet und auf die z. T. deutlich verlängerte Fahrzeit hingewiesen. Wir wollten nicht schon zu Beginn der Tour ein Risiko eingehen und bestellten uns deshalb ein Taxi zum Bahnhof Siegburg. Der ICE kam pünktlich, unser Gepäck wurden wir am Flughafen schnell los und die Kontrolle des Handgepäcks war auch problemlos - wir werteten dies als gutes Omen für den Urlaub!

Die (reichliche) Zeit bis zum Abflug nutzten wir für den Kauf eines leckeren Makers Mark - damit ist in Australien der abendliche Gute-Nacht-Schluck gesichert. 

Pünktlich hoben wir ab und erreichten nach 10,5 Stunden Bangkok.

Bis zu unserem Anschlussflug nach Perth dauerte es nicht lange. Weitere 6,5 Stunden später landeten wir am

 

Freitag, 01. Mai 2026

Perth

0 km

an unserem Zielort. Die Einreiseprozedur dauerte etwas, da wir nicht die einzigen waren, die am Flughafen angekommen waren.

Mit dem Zug fuhren wir für insgesamt 7 AUD in die Innenstadt. Nach ein paar Metern Fußweg erreichten wir unser Hotel. Zeitlich gesehen sind wir Deutschland 6 Stunden voraus. Wir waren zwar etwas müde, aber gespannt, was uns in Perth erwartet. So nutzten wir den Fußweg zu dem in der Nähe liegenden Stadtteil Northbridge zu einer ersten Erkundigung.

In Northbridge gibt es sehr viele asiatische Restaurants. Wir bekamen noch einen Tisch in einem Restaurant, welches sich auf Ente spezialisiert hat. Die Qualität und der Geschmack waren sehr gut.

Wieder im Hotel angekommen, machten wir noch Pläne für den morgigen Tag und gingen anschließend todmüde ins Bett.

 

Samstag, 02. Mai 2026

Perth

0 km

Nach den beiden Reisetagen wachten wir heute Morgen früh auf und fühlten uns relativ gut ausgeschlafen. Das vom Hotel angebotene reichhaltige Frühstück tat sein Übriges, um uns für den Tag fit zu machen.

Unser erster Weg führte uns zur Touristinformation am Bahnhof. Dort buchten wir für morgen zwei Schiffstickets für eine Überfahrt auf Rottnest Island. Zudem bekamen wir zwei Stadtpläne, um die Stadt anhand eines vorgegebenen Weges zu erkunden.

Die Innenstadt von Perth besticht durch die Mischung von modernen Hochhäusern und alten Gebäuden. Verschmutzungen oder Schmierereien an den Wänden, so wie wir es vielfach aus deutschen Städten kennen, haben wir hier so gut wie nicht gesehen. Auch halten sich nahezu alle an die Ampelregelungen. Nur ganz selten sieht man Fußgänger, die bei Rot über die Straße gehen.

Wir schlenderten durch die Straßen und entdeckten die Stadt für uns. Einer der ersten Höhepunkte war der London Court, in dem wir uns in frühere Zeiten zurückversetzt fühlten.

Nur die Auslagen in den Geschäften wiesen darauf hin, dass wir uns im 21. Jahrhundert befinden.

Ein weiterer Höhepunkt war die St. George‘s Cathedral, deren Innenraum in warmen Holztönen strahlte. Die Sonne schien gerade durch die Glasfenster und tauchte den Innenraum in bunte Farben.

Unser nächstes Ziel war der Bell Tower. Dieser beherbergt ein sehr großes Glockenspiel und die größte ANZAC-Glocke in Australien. Da es kurz vor 12:00 Uhr war, warteten wir ab und konnten die beeindruckende Glocke in Aktion erleben.

Kurz vor Erreichen des Parlamentsgebäudes beendeten wir den Rundgang und schlenderten zum Bahnhof zurück. Dort holten wir uns wieder das Familienticket und fuhren nach Fremantle.

Die kleine Hafenstadt machte einen sehr touristischen Eindruck. Wir hatten allerdings Glück, dass die Straßen nicht überfüllt waren. So konnten wir in Ruhe die schönen alten Häuser, die uns an New Orleans erinnerten, besichtigen.

Nach einem Stopp in einem Café durchstreiften wir die Markthallen. Am Angebot war zu erkennen, dass viele Einwanderer das Gesicht der Stadt prägen. So gab es zum Beispiel einen Stand mit Namen „Mettwurst“.

Nach den Markthallen gingen wir Richtung Wasser und erreichten schon bald das ehemalige Gefängnis.

Eine Führung schenkten wir uns, denn bei dem schönen Wetter wollten wir uns nicht den Tag mit bedrückenden Geschichten verderben. Anschließend gingen wir am Wasser entlang zurück zum Bahnhof. Unterwegs kamen wir an zwei Hochzeitsgesellschaften vorbei. Direkt am Strand und in der Sonne war dieser Platz am Meer für die Trauungen bestimmt das perfekte Ambiente.

Wieder zurück in Perth, gingen wir zunächst in unser Hotel und legten die Beine hoch.

Für das Abendessen wählten wir heute ein indisches Restaurant. Das Essen machte uns im wahrsten Sinne des Wortes „scharf“ auf den morgigen Tag!

 

Sonntag, 03. Mai 2026

Rottnest Island

0 km

Früh um 6:30 Uhr warf uns der Wecker aus dem Bett. Eigentlich hätten wir gerne noch ein bisschen länger geschlafen, aber für heute hatten wir einen Tagesausflug nach Rottnest Island gebucht. Nur auf dieser Insel sind die Quokkas zu finden. Einer der ersten Entdecker hielt sie für Riesenratten, weshalb er die Insel Rattennest taufte. Daraus wurde der jetzige Name Rottnest. Da die Tour um 8:30 Uhr losgehen sollte, mussten wir also unseren inneren Schweinehund überwinden.

Pünktlich standen wir an der Pier. Aktuell war die Luft zwar noch etwas kühl, aber es versprach, warm und sonnig zu werden.

1,5 Stunden dauerte die Überfahrt von Perth zur Insel. Zunächst fuhren wir den Swan River entlang. Dieser hat seinen Namen von den schwarzen Schwänen, die es hier gibt. 

Ab Fremantle ging es auf das offene Meer hinaus.

Die Insel ist autofrei. Um sie zu erkunden, sind Fahrräder notwendig. Wir hatten sicherheitshalber zwei vorgebucht und bekamen diese auch sofort nach Ankunft ausgehändigt. Und dann ging es los: Wir schauten die ganze Zeit konzentriert nach rechts und links, ob wir Quokkas entdecken. Aber die possierlichen Tiere wollten sich einfach nicht zeigen!

Auf unserem Weg um die Insel kamen wir an traumhaft schönen Badebuchten vorbei. Unterwegs machten wir einen Abstecher zum großen, die Insel überragenden Wadjemup Leuchtturm. Und da sahen wir unsere ersten Quokkas! Dank unserer Spiegelreflexkamera konnten wir sehr schöne Fotos dieser außergewöhnlichen Tiere machen.

Nach einer kurzen Stärkungspause fuhren wir an das Westende der Insel. Dort legten wir ein längeren Fotostopp ein.

Und dann wurde es auch schon Zeit, wieder zum Schiff zurückzukehren. Auf unserem Weg dorthin sahen wir noch weitere Quokkas.

Nach etwas über 31 km erreichten wir die Pier und gaben unsere Fahrräder ab. Es war eine wunderschöne Tour gewesen. 

Auf dem Rückweg beeindruckten uns noch wagemutige Surfer, die auf ihren elektrischen Boards auf den Wellen des Schiffes ritten.

Wieder zurück in Perth ruhen wir uns kurz aus und gingen anschließend italienisch essen. Und damit endete unser zweiter Tag in Perth. Morgen werden wir unseren Leihwagen übernehmen und die Tour Richtung Norden beginnen.

 

Montag, 04. Mai 2026

Perth – Cervantes

235 km

Nach dem üblichen reichhaltigen Frühstück packten wir zusammen und fuhren zum Flughafen. Dort übernahmen wir unseren nahezu funkelnagelneuen Leihwagen.

Nachdem wir uns mit den technischen Finessen des Wagens vertraut gemacht hatten, fuhren wir los. Am Anfang mussten wir noch sehr aufpassen, da in Australien links gefahren wird. Das klappte allerdings sehr gut und so machten wir uns auf den Weg nach Cervantes.

Die Straße war sehr gut ausgebaut. Warnschilder wiesen darauf hin, dass hier jederzeit mit Kängurus beziehungsweise Emus auf der Straße zu rechnen ist. Tatsächlich sahen wir auch ein Känguru - leider lag es aber auf dem Mittelstreifen und war tot.

Nach einer entspannten Fahrt von etwa 200 km erreichten wir den Nambung Nationalpark. Dieser ist berühmt für seine Pinnacles.

Wie diese entstanden sind, darüber streitet sich die Wissenschaft. Wir wollten uns diesem Streit nicht anschließen und beließen es deshalb mit einer Besichtigung. Nachdem wir uns einen Nationalpark Pass für die nächsten vier Wochen gekauft hatten (und damit alle künftigen Nationalparks gratis besuchen können), erkundeten wir zunächst die Pinnacles zu Fuß. Der sehr gut ausgeschilderte Fußweg führte uns durch das Gelände. Natürlich glühten dabei die Auslöser unserer Kameras.

Wieder zurück beim Auto, fuhren wir noch die Autoroute durch den Park. Unterwegs ließen wir unsere Drohne fliegen und konnten so noch einige außergewöhnliche Bilder aus der Luft machen.

Insgesamt gesehen, ein sehr beeindruckender Nationalpark, den wir noch lange in Erinnerung behalten werden.

Bis zu unserem heutigen Tagesziel in Cervantes war es nicht mehr weit. Dort bezogen wir unsere Kabine auf dem Campingplatz. Anschließend gingen wir in ein nahe gelegenes Restaurant und ließen uns anlässlich des Geburtstages von Peter lecker bekochen. Und so endete ein schöner Geburtstag in Australien.

 

Dienstag, 05. Mai 2026

Cervantes – Geraldton

 248 km

Heute stand eigentlich nur ein Fahrtag auf unserem Programm. Dennoch ließen wir es uns nicht nehmen, einige Abstecher zu machen.

Nur wenige Kilometer neben Cervantes befindet sich der Lake Thetis. Dieser stark salzhaltige See beherbergt Stromatoliten. Diese niederen Lebensformen gibt es schon seit Anbeginn der Welt. Nur an insgesamt fünf Plätzen in Australien können diese gesehen werden. Ungeübte Augen wie unsere erkennen lediglich leichte Erhebungen im Uferbereich des Sees. 

Wissenschaftler dagegen können diese besser deuten. Auch wenn wir diese Erhebungen nicht besonders spannend fanden, war es dennoch ein sehr schöner Spaziergang um den See herum.

Unser weiterer Weg führte uns durch dichtes Buschland weiter Richtung Norden. Ab und zu sahen wir tote Kängurus am Straßenrand. Einige Kilometer vor Geraldton stoppten wir, um das Central Greenough Historic Settlement anzuschauen. Diese kleine Siedlung war noch zum Teil bis in die 1950er Jahre besiedelt. Heute dienen die Häuser als Freilichtmuseum. Unter anderem können das alte Gefängnis, eine Versammlungshalle, mehrere Kirchen sowie zwei Wohnhäuser besichtigt werden. 

Anhand der vielen doch sehr schräg stehenden Bäume lässt sich erahnen, welche Sturmgewalten hier herrschen müssen, wenn es nicht so schönes Wetter wie heute ist. Lustig fanden wir, dass der letzte Pfarrer des Ortes lediglich sechs Monate ausgehalten hat und danach auf die Bahamas umgesiedelt ist. Er hat anscheinend diese Naturgewalten nicht ausgehalten. Bedrückend fanden wir, dass das Gefängnis überwiegend für Aborigines genutzt wurde und nur wenige Weiße zum Beispiel wegen Trunkenheit oder ungebührlichen Benehmens eingesperrt wurden.

Bald schon erreichten wir unseren Zielort Geraldton und damit unsere Unterkunft für die Nacht.

In Geraldton gibt es nur sehr wenig Lohnenswertes zu besichtigen. Wir starteten mit dem Leuchtturm. Dieser steht malerisch auf einer Landspitze. Drumherum hat es wenig Sehenswertes, so dass wir uns gleich dem zweiten Highlight der Stadt widmeten: Die 1916 erbaute Kathedrale Sankt Francis Xavier. Ein bisschen erinnert sie durch ihre rot-weißen Bögen an den maurischen Baustil der Alhambra. Sie ist wunderschön ausgeschmückt und ein richtiges Kleinod dieser Stadt. 

Auch wurde hier ein Bischof ganz im Stile der alten Gräber in europäischen Kirchen beerdigt. Damit jeder seinen Sarg sehen kann, wurden Glasplatten in den Boden eingelassen.

Das letzte Highlight der Stadt ist das HMAS Sydney Memorial für die 645 im Zweiten Weltkrieg umgekommen Seeleute beim Untergang des Schiffes. Künstlerisch sehr schön gestaltet ist die Kuppel dieser Gedenkstätte, da sie 645 Albatrosse darstellt. Es wird hier zwar von Möwen gesprochen, aber Albatrosse sind eigentlich die Vögel, in denen die Seelen der verstorbenen Seeleute weiter leben. Wir kamen gerade rechtzeitig, um den Sonnenuntergang an diesem Memorial zu erleben.

Damit hatten wir alle sehenswerten Punkte dieser kleinen Stadt gesehen und gingen in unsere Unterkunft zum Abendessen. Da wir heute keine Lust auf ein Restaurant hatten, hatten wir uns im Supermarkt entsprechend eingedeckt und ließen es uns schmecken.

Und damit endete ein weiterer schöner Tag unserer Fahrt durch West-Australien.

 

Mittwoch, 06. Mai 2026

Geraldton - Kalbarri

170 km

Unser erstes Ziel war die sehr kleine Stadt Northampton. Hier hatten wir in unserem Reiseführer etwas über interessante historische Gebäude gelesen. In der Touristeninformation sollte es dazu einen Plan geben, um alle Sehenswürdigkeiten in Eigenregie ablaufen zu können. Wir waren sehr gespannt.

Northampton ist wirklich ein sehr kleiner Ort. Kaum hatten wir die Stadtgrenze erreicht, waren wir auch schon fast wieder durch. In der Touristeninformation fragten wir nach besagtem Plan. Dort hätten wir einen Dollar bezahlen sollen für eine kaum leserliche Kopie. Wir verzichteten darauf und gingen selbst die Hauptstraße entlang. Ehrlich gesagt, waren wir etwas enttäuscht, denn von den angepriesenen historischen Gebäuden sahen wir kaum etwas. Dafür stand an nahezu jeder Ecke eine Schaf-Plastik. Diese waren sehr bunt und zum Teil eigenwillig gestaltet. Besonders hat uns das Schaf Priscilla gefallen, welches in einem Büro stand. Es hatte eine blonde Perücke auf und trug Brille, was ihm eine sehr schräge Note gab.

Wären die Schafe nicht gewesen, hätte sich ein Stopp in diesem kleinen Ort nicht gelohnt. So aber hatten wir unseren Spaß mit dem Fotografieren der Schafe.

Einige Kilometer hinter Northampton erreichten wir die Pink Hutt Lagoon. Hier fuhren wir zunächst zum Lookout, um einen Überblick zu haben. Die Pink Hutt Lagoon hat ihren Namen aufgrund der lila Färbung durch die Dunaliella salina algae. Die Firma BASF betreibt deshalb hier eine kleine Produktionsanlage, um aus dieser Alge natürliches Beta Carotin herzustellen.

Aktuell hat die Lagune nur wenig Wasser, so dass der Großteil nicht pink schimmerte. Dank unserer Drohne konnten wir aber gute Bilder der verbleibenden Wasserfläche von oben machen.

In der Regenzeit hat die Lagune allerdings eine beachtliche Ausdehnung. Vielleicht sind dann auch weniger Fliegen da, denn diese lästigen Biester umschwirrten uns, sobald wir aus dem Auto ausstiegen. Zum Glück verschwinden sie in den Abendstunden und lassen einen dann wenigstens in Ruhe. Tagsüber hilft ein Kopfnetz, welches wir allerdings nicht jedes Mal aufsetzen wollten.

Nach diesem farbenfrohen Spektakel machten wir uns auf die letzten Kilometer Richtung Kalbarri. Kurz vor Erreichen des Ortes wurden wir aber gestoppt, da aktuell die Vegetation kontrolliert niedergebrannt wird. Dies soll ein Übergreifen von möglichen Buschfeuern auf den Ort verhindern. Die Rauchsäule sah schon sehr gewaltig aus. Auch gaben die hohen Flammen am Straßenrand eine kräftige Strahlungswärme ab.

In Kalbarri fuhren wir zunächst in die Touristeninformation und erkundigten uns bezüglich möglicher Einschränkungen im Nationalpark. Anschließend fuhren wir in unsere sehr hübsche Unterkunft. Diese hat fast schon Umfulana Standard.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit Lesen und Ausruhen. Diese stressige Tätigkeit wurde nur durch die Teestunde von 15:00 bis 16:00 Uhr unterbrochen.

Abends gingen wir in die Brauerei-Gaststätte „Finlay’s“. Hier hatten wir uns einen Tisch reserviert. Als wir ankamen, wurden wir darauf hingewiesen, dass sich das Essen um etwa 30 Minuten verspäten würde, da eine größere Gruppe da ist. Wir nutzten die Zeit, um uns über einen QR-Code die Speisekarte anzusehen und die Bestellung aufzugeben. Als wir nach einer Stunde immer noch kein Essen hatten, fragten wir kurz nach. Diese Verspätung war der Bedienung sichtlich peinlich. Sie bot uns als erstes an, die zweite Runde Bier gratis zu bringen. Anschließend wurde das Essen serviert. Es war sehr lecker, aber die Verspätung fanden wir doch etwas unangemessen.

Auf dem Nachhauseweg durchquerten wir wieder das Sportfeld des Ortes. Circa 40 bis 50 Kängurus saßen auf dem Rasen und zeigten keine besondere Scheu. Erst als wir etwas Lärm machten, hopsten sie davon und ließen uns passieren.

Nach einem leckeren Gute-Nacht-Schluck beendeten wir diesen schönen Urlaubstag.

 

Donnerstag, 07. Mai 2026

Kalbarri NP

158 km

Nach dem leckeren und reichhaltigen Frühstück in der Unterkunft kauften wir noch schnell für das Abendessen ein, bevor wir in den Kalbarri NP fuhren. Dieser besteht aus zwei Teilen. Für heute nahmen wir uns den Inland River Gorges vor. Der Murchison River durchströmt diesen Teil des Parks.

Wir starteten unsere Besichtigung am berühmten Nature’s Window. Dieses ist ein großes Loch im Felsen, durch das wir sehr gut den Murchison River sehen konnten.

Als nächstes wagten wir uns auf den Kalbarri Skywalk. Dieser besteht aus zwei über den Abgrund hinausragenden Brückenteilen, von denen wir den tief unter uns liegenden Fluss sahen. Da der Boden kein Glasboden war und die Löcher im Boden nicht allzu groß waren, traute sich sogar die Greyhoundin darauf, auch wenn der Wind sehr stark wehte.

Der nächste Besichtigungspunkt war der Z-Bend Lookout. Auch hier konnten wir sehr schöne Blicke in die Schlucht werfen. Um zum Fluß zu gelangen, gingen wir den Z-Bend River Trail. Wobei „gehen“ ist etwas übertrieben, denn wir mussten über Felsblöcke und Leitern in die Tiefe steigen. Aber wir schafften es und der Greyhound konnte schon bald ein erfrischendes Bad im Fluss nehmen.

Nachdem wir uns ein bisschen ausgeruht hatten, machten wir uns wieder auf den Weg nach oben. Unser Sichtfeld war dabei sehr eingeschränkt, weil wir wegen der vielen Fliegen unsere Fliegennetze über den Kopf gezogen hatten. Da uns die Sonne durch die Netze blendete, mussten wir sehr gut aufpassen, wo wir hintraten.

Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir zum Hawks Head Lookout. Dies bedeutete eine Fahrt von fast 50 km in diesem weitläufigen Nationalpark. Der Blick hinab in den Fluss war ganz nett, aber mehr auch nicht. So versuchten wir unser Glück beim nächsten Lookout, dem Ross Graham Lookout. Dieser war auch nicht gerade umwerfend, weshalb wir den kurzen River Trail gingen, um hinab zum Fluss zu kommen. Dieser Trail war allerdings in keiner Weise vergleichbar mit dem Trail von heute Vormittag, da er auf mehr oder weniger gut befestigten Wegen verlief.

Mit diesem kleinen Spaziergang beendeten wir unser heutiges Programm und fuhren zurück in die Unterkunft. Auch heute führte die Straße wieder durch bewusst gelegte Feuer, um den Ort zu schützen.

In unserer Unterkunft kamen wir gerade noch rechtzeitig, um bei der Teestunde ein Stück Kuchen zu bekommen. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir im Schatten vor unserem Zimmer und ruhten uns aus.

Für das Abendessen hatten wir uns im kleinen Supermarkt im Ort eingedeckt. Zusätzlich bekamen wir von der Wirtin unserer Unterkunft selbst gemachte Dumplings. Es geht uns ganz schön gut!

Nach dem Abendessen ging der Greyhound nochmals auf den Sportplatz, um einige Fotos der sich dort aufhaltenden Kängurus zu machen. Dank einer starken Taschenlampe wurden es ganz ansehnliche Aufnahmen.

Den Abend beschlossen wir bei einem Glas leckeren Maker’s Mark Whiskey mit der weiteren Planung unserer Tour.

 

Freitag, 08. Mai 2026

Kalbarri NP

51 km

Wie gestern schon, gab es auch heute ein sehr leckeres und reichhaltiges Frühstück in unserer Unterkunft.

Solchermaßen gestärkt, erkundeten wir heute den zweiten Teil des Kalbarri NP. Die Coastal Cliffs erstrecken sich von Kalbarri südlich etwa 20 km am Meer entlang. Wir starteten unsere Tour am Island Rock. Trotz des wolkenfreien Himmels wehte heute ein sehr kräftiger Wind. Unsere Hoffnung, dass die allgegenwärtigen Fliegen damit weggeweht und uns nicht belästigen würden, war trügerisch. So setzten wir wieder unsere Fliegennetze auf, um vor diesen lästigen Biestern geschützt zu sein. Wir wanderten auf einem gut begehbaren Weg zur Natural Bridge. Diese ist ein kleines Felsentor auf Meereshöhe, welches wir vom Aussichtspunkt aus sehen konnten.

Stellenweise führte der Weg hart an der Kliffkante entlang. Bei dem starken Wind passten wir auf, dass wir nicht aus Versehen in die Tiefe geweht werden.

Unser nächster Stopp war Shellhouse Grandstand. Auch hier hatten wir wieder einen sehr schönen Blick auf die unter uns liegende Küste.

Am Eagle Gorge gingen wir den 1 km langen Weg hinab zum Strand. Wie gestern schon, war auch dieser Weg stellenweise schwierig zu gehen, da es über Stock und Stein ging. Der Strand allerdings entschädigte uns für die Mühen.

Auch beim nächsten Aussichtspunkt, dem Pot Alley, wanderten wir hinab zum Strand. Der Weg führte uns durch eine kleine Schlucht. Unten am Meer hielten wir die Füße ins kühle Wasser. Einmal nicht aufgepasst - und unsere Hosen waren klatschnass. Zum Glück lag die Lufttemperatur bei knapp 30°. Zusammen mit dem Wind trocknete unsere Kleidung sehr schnell.

Vor der Mittagspause erwanderten wir noch den Nature Trail, welcher uns zum Mushroom Rock führte. Wäre dieser Felsen nicht gesondert ausgeschildert gewesen, hätten wir ihn wahrscheinlich übersehen bzw. ihn nicht mit der Bezeichnung in Verbindung gebracht. Er besteht aus einer Sandsteinplatte, die auf einem Felsen balanciert.

Der Trail führte uns an bizarren und farbenprächtigen Felsformationen vorbei und wir entdeckten überall kleine Pflanzen, die in dieser kargen Landschaft wachsen.

Nach der Mittagspause erkundeten wir noch schnell den Red Bluff Lookout. Auch hier konnten wir wieder von oben auf die Steilküste Richtung Süden sehen. Richtung Norden grüßten kilometerlange Sandstrände.

Diese waren unser nächstes und damit letztes Ziel für heute. Bei den aktuellen Temperaturen tat die Abkühlung im Meer sehr gut. Und damit beendeten wir unsere Erkundung dieses Teils des Kalbarri NP.

In der Unterkunft genossen wir wieder den leckeren Nachmittagskaffee samt Kuchen und ließen den heutigen schönen Tag Revue passieren.

Für das Abendessen hatten wir uns im Supermarkt ausgestattet. Zudem hatten wir uns bei Thirsty Camel eine Flasche Wein gekauft. So schmeckte das Abendessen gleich doppelt gut.

Mit einem leckeren Whiskey und einigen Süßigkeiten beendeten wir unseren letzten Tag in Kalbarri.

 

Samstag, 09. Mai 2026

Kalbarri - Monkey Mia

408 km

Heute stand eine längere Fahrt für uns an. Wir tankten deshalb noch einmal voll, ehe wir Kalbarri verließen. Anschließend konnten wir nahezu durchgehend mit etwa 100 km/h auf der kurvenarmen und gut ausgebauten Strecke zu unserem Tagesziel fahren.

Nach einem Tankstopp in Overlander war es nicht mehr weit bis zum Shell Beach. Dieser Strand besteht aus abermilliarden kleiner Muscheln und könnte wunderschön sein, wenn es die Buschfliegen nicht gäbe.

Dank unserer Fliegennetze war es etwas erträglicher, minderte aber unsere Freude deutlich.

Wenige Kilometer später erreichen wir Eagle Bluff. Von diesem Aussichtspunkt über dem Meer sollten wir laut unserem Reiseführer mit etwas Glück Haie, Rochen sowie Schildkröten sehen können. So viel Glück war uns leider nicht beschieden, denn außer einem Rochen sahen wir keine größeren Tiere im Wasser.

Bald schon erreichten wir danach Monkey Mia. Nachdem wir im Dolphin Ressort unser Zimmer mit direktem Strandzugang bezogen hatten, kühlten wir uns im Meer ab.

Das Abendessen nahmen wir im Resort eigenen Restaurant ein. Es hat uns sehr gut geschmeckt, aber die Atmosphäre war nicht unsere: ein großer Speisesaal und viel zu viel Betrieb.

Da wir morgen früh die erste Delfin-Fütterung erleben wollten, beendeten wir den Abend recht früh.

 

Sonntag, 10. Mai 2026

Monkey Mia

0 km

Heute hieß es früh aufstehen, denn wir wollten die Dolphin Experience sehen. Diese findet dreimal am Tag statt, wobei der erste Termin um 7:45 Uhr ein fester Termin ist. Die anderen beiden Termine können sich auch leicht ändern.

Bei der Dolphin Experience kommen frei lebende Delfine bis auf wenige Meter an den Strand.

Professionelle Mitarbeiter passen auf, dass keiner der Zuschauer ins Wasser geht beziehungsweise den Tieren Futter zuwirft. Gleichzeitig erklären sie Wissenswertes zum Leben dieser großen Tümmler. Zum Abschluss der Veranstaltung verteilen zwei Mitarbeiter jeweils einen kleinen Fisch an die Delfine. Somit ist es auch keine Fütterung im klassischen Sinne, denn es sind regelmäßig mehr als zwei Tiere vor Ort.

Nach dem Frühstück sortierten wir unsere vielen Bilder aus, die wir bei der Veranstaltung gemacht hatten. Einige sehenswerte Fotos blieben zum Glück übrig.

Bevor wir uns zu einem Strandspaziergang aufmachten, kühlten wir uns noch im Meer ab. Anschließend stapften wir durch den weichen Sand am Meeressaum entlang. Unterwegs sahen wir aus nächster Nähe mehrere Stachelrochen beziehungsweise Wasserschildkröten.

Da wir nur unsere Smartphones dabei hatten, hielt sich die Bilderausbeute aber in Grenzen.

Zum Abschluss dieses „anstrengenden“ Tages stärkten wir uns in der Bar des Hotels mit Bier und Pommes Frites. Da unsere Sitzplätze direkt am Strand waren, konnten wir in der Ferne Delfine beobachten, die in der Bucht hin und her schwammen.

Mit einem Abendessen im Zimmer beendeten wir diesen sehr entspannten und schönen Urlaubstag.

 

Montag, 11. Mai 2026

Monkey Mia - Denham (Francois Peron NP)

53 km

Für heute hatten wir eine ganztägige Allradtour durch den François Peron NP gebucht. Dafür wollten wir eigentlich um 6:00 Uhr aufstehen, denn die Tour begann um 8:00 Uhr in Denham. Dummerweise hatten wir aber vergessen, den Wecker auch einzuschalten. So wurden wir erst kurz vor 7:00 Uhr wach. Nach einer kurzen Katzenwäsche und etwas flotterer Fahrt kamen wir dennoch rechtzeitig am Treffpunkt in Denham an.

Insgesamt waren wir sechs Fahrgäste. Unser Fahrer Mick erklärte kurz den Ablauf der Tour und dann ging es los. Kurz hinter Denham bogen wir auf die Piste zur ehemaligen Schaffarm ab. Diese wäre mit unserem Wagen auch befahrbar gewesen. Die anschließende Piste bis zum Kap Peron allerdings bestand überwiegend aus tiefem Sand.

Da hätten wir mit unserem Mietwagen trotz Allrad Probleme bekommen. Unterwegs sahen wir auch zwei Fahrzeuge, die trotz besserer Ausstattung im tiefen Sand stecken geblieben waren.

Sobald die Piste durch einen ausgetrockneten See führte, war sie befestigt. Unser Fahrer wies darauf hin, dass man in diesen Abschnitten tunlichst die Piste nicht verlassen sollte, da die Beschaffenheit des Bodens neben der Piste nicht erkennbar ist und ein Fahrzeug deshalb dort einsinken kann.

Unseren ersten Stopp legten wir bei Gregories ein und bekamen einen ersten Eindruck von der landschaftlichen Schönheit des Parks. In diesem treffen immer wieder rote Felsen auf weißen Strand und blaues Meer.

Weiter ging es zum Skipjack Point. Nachdem wir einen Blick auf die fantastische Steilküste geworfen und einige Haie entdeckt hatten, konnten wir wahlweise zum Kap Peron laufen oder fahren. Wir wählten den 1,5 km langen Fußweg. Dieser war wider Erwarten ganz schön anstrengend, denn es ging durch tiefen Sand. Dafür hatten wir unterwegs wieder schöne Ausblicke auf die Steilküste.

Am Kap Peron traf sich die Gruppe wieder, und wir fuhren weiter zur Bottle Bay. Dort wählte unser Fahrer den Weg durch den tiefen Sand des Strandes. Als es nicht mehr weiter ging, wurde Tee beziehungsweise Kaffee und Gebäck serviert. Anschließend konnten wir selbst ein wenig am Strand spazieren gehen.

Für die Mittagspause fuhren wir zur Big Lagoon, wo das Wasser in verschiedenen Farben schillert. Wären die nervigen Fliegen nicht gewesen, hätten wir nicht nur die Natur, sondern auch unsere Sandwiches in der Sonne genießen können. So aber mussten wir sie unter dem Fliegennetz essen. Diese Fliegen sind schon ganz schön nervig!

Wieder zurück bei der Schaffarm erklärte uns unser Fahrer, wie es früher hier zugegangen war. Zusätzlich zeigte er uns, dass hier 40° warmes Wasser aus 500 m Tiefe durch natürlichen Druck nach oben kommt. Leider war der dazugehörige Pool aber diese Woche gesperrt.

Den Abschluss unserer Tour bildete ein Besuch bei der Little Lagoon. Sehr hübsch gelegen und fast noch ansprechender als die Big Lagoon fuhren wir auch hier am Ufer durch den tiefen Sand entlang. Von dort aus ging es dann zurück zum Ausgangspunkt nach Denham.

Es war eine sehr schöne und informative Tour gewesen. So lernten wir zum Beispiel ein neues australisches Wort: Drongo. So werden in Australien einfältige Menschen scherzhaft genannt.

Wieder zurück in Monkey Mia kühlten wir uns im Meer ab und sortierten anschließend die Bilder des heutigen Tages aus.

Nach dem Abendessen gingen wir bald zu Bett, denn der Tag hatte uns doch ganz schön geschlaucht.

 

Dienstag, 12. Mai 2026

Monkey Mia - Carnarvon

357 km

Heute schauten wir uns noch einmal die Dolphin Experience in unserem Resort an. Im Gegensatz zu vorgestern kamen heute nur zwei Delfine und ließen sich auch nur wenig sehen. Da hatten wir vorgestern mehr Glück gehabt! Was uns allerdings auffiel, waren die Gesichtszüge der weiblichen Freiwilligen, die den Delfinen die Fische gaben: alle hatten ein breites Grinsen im Gesicht. Ob dies auch Studentinnen der Partner-Universität Zürich waren, konnten wir nicht in Erfahrung bringen, vermuteten es aber.

Anschließend fuhren wir zu unserem heutigen Tagesziel. Die Strecke forderte uns fahrerisch nicht heraus, da es überwiegend geradeaus ging und der Verkehr sich sehr in Grenzen hielt.

In Carnarvon steuerten wir zunächst das Space & Technology Museum an. In diesem konnten wir alles zum Zweck der Anlage, die 1964 als NASA Tracking Station gegründet worden war, erfahren. Um die Apollo Missionen durchführen zu können, wurde damals ein umfangreiches Kontrollnetz auf der Erde angelegt. Dies hatte die Aufgabe, das Kontrollzentrum in Houston möglichst permanent mit den Apollo Raumfahrzeugen zu verbinden. Auch beim Gemini und Skylab Programm spielte diese Station eine große Rolle. Später war sie die erste Station des australischen Satellitenfernsehens und wurde 1987 endgültig stillgelegt. Sie ist ein Andenken an die Zeit, als die Welt noch bei der ersten Mondlandung mitfieberte.

Im Museum konnten wir Geräte der damaligen Technik sehen. Zudem hatten wir die Möglichkeit, selbst einen Raketenstart hautnah in einer Kapsel zu erleben. 

Daneben gab es viele Erinnerungsstücke zu sehen, die die Rolle Australiens beim NASA Programm zeigten. Zusätzlich konnten wir an einem Simulator versuchen, ein Space Shuttle sicher zu landen. Nach mehreren Fehlversuchen klappte es (zumindest in der Anfänger Version).

Besonders beeindruckte uns der Nachbau einer Apollo-Mondlandefähre. Diese war in Originalgröße ausgestellt.

Anhand eines Videofilms wurde uns gezeigt, aus welchen Teilen diese Mondlandefähre bestand. Interessant fanden wir, dass das Auto, welches auf dem Mond von den Astronauten genutzt wurde, damals zusammengefaltet an der Seite angebracht worden war. Könnte man die Autos heute auch noch so falten, wären viele Parkplatz-Probleme gelöst (aber das nur nebenbei).

Nachdem wir einige Stunden auf diesem sehr interessanten Gelände verbracht hatten, fuhren wir zu unserer gebuchten Unterkunft in Carnarvon. Diese ist nicht weit vom Stadtkern entfernt und so nutzten wir den restlichen Nachmittag, um die kleine Stadt zu erkunden. Carnarvon ist ein Zentrum des Gemüse- und Obstanbaus in der Region. Viele alte, aber sehr gut hergerichtete Häuser konnten wir auf unserem Rundgang sehen. Zusätzlich gibt es in Carnarvon einen Mural & Art Trail. Dafür wurden Häuserwände künstlerisch verziert. 

Daneben gibt es aber auch freistehende Kunstobjekte. Berührt hat uns, dass neben einem Denkmal für die HMAS Sydney auch eine Gedenkstätte für den deutschen Kreuzer Komoran eingerichtet wurde. Diese beiden Schiffe waren 1941 bei einem Gefecht gesunken. Erstmalig hatten wir davon vor ein paar Tagen beim Besuch in Geraldton erfahren.

Zum Glück hatten wir genügend Zeit, uns das kleine Städtchen in Ruhe anzuschauen. Für die meisten Touristen ist es lediglich ein Übernachtungsstopp auf dem Weg Richtung Norden beziehungsweise Richtung Süden. Eigentlich schade, denn wir fanden die Stadt sehr hübsch.

Nach dem Abendessen sortierten wir unsere Bilder und planten unsere weitere Reise.

 

Mittwoch, 13. Mai 2026

Carnarvon - Coral Bay

246 km

Heute hatten wir keine weite Strecke zu fahren, weshalb wir uns in Carnarvon noch das One Mile Jetty Heritage Precinct ansahen.

Das Museum wurde nach der ursprünglich eine Meile langen Pier benannt. Über diese wurden früher die Schafe verschifft sowie der Güterverkehr abgewickelt. Die Pier ist zwar aufgrund mehrerer Zyklone keine Meile mehr lang, aber immer noch sehr beeindruckend. Aktuell darf sie aufgrund von Reparaturarbeiten nicht begangen werden. Um uns trotzdem einen Eindruck zu verschaffen, nutzten wir unsere Drohne.

Früher wurden die Waren von den Schiffen über die Pier per Zug in die Stadt gebracht. Die Pier war deshalb mit Eisenbahnschienen versehen worden. Die Waggons wurden zunächst mit Pferden und später mit dieselbetriebenen Maschinen gezogen. Viele der alten Gerätschaften wurden in einer gesonderten Halle ausgestellt.

Sehr interessant fanden wir das Haus des ehemaligen Leuchtturmwärters. Wir hatten besonderes Glück, denn seine Tochter, die 1955 im Alter von neun Jahren nach dem Tod ihres Vaters von hier wegzog, erklärte uns ihr ehemaliges Elternhaus. 

So erfuhren wir vieles über die Lebensumstände in Westaustralien nach dem Zweiten Weltkrieg. Kein Wunder, dass wir uns hier etwas länger aufhielten.

Berührt hatte uns auf unserem Rundgang die „Don’t look at the Islands“-Statue. Diese wurde 2019 zum Gedenken an die Aborigines, die zwischen 1908 und 1918 auf über 50 km vom Festland entfernte Inseln deportiert worden waren, aufgestellt.

In einer weiteren Ausstellung wurde das Rettungsboot des deutschen Kriegsschiffes Kormoran gezeigt, welches – wie wir bereits an verschiedenen Orten auf unserer Reise erfahren hatten – die australische HMAS Sydney versenkt hatte. Die 106 deutschen geretteten Seeleute wurden zunächst in Carnarvon interniert. Besonders wurde im Museum hervorgehoben, dass sich diese sehr diszipliniert verhalten hatten und deshalb nur eine Aufsichtsperson notwendig gewesen war. 1947 kehrten sie nach Deutschland zurück.

Insgesamt ist die Anlage ein sehr lebendiges Museum. Wir haben die Zeit hier sehr genossen.

Nachdem wir noch einmal vollgetankt hatten, fuhren wir direkt nach Coral Bay. Unterwegs überfuhren wir den südlichen Wendekreis des Steinbocks.

Coral Bay besteht überwiegend aus Campingplätzen, ein paar Hotels sowie Restaurants. Hauptgrund für die vielen Touristen sind die Außenriffe des Ningaloo Reef, die über Touranbieter erreicht werden können.

Für morgen hatten wir eine solche Tour gebucht und checkten deshalb zunächst bei unserem Touranbieter ein. Gleichzeitig konnten wir dort schon die Neoprenanzüge für morgen anprobieren.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, gingen wir an den Strand und testeten unsere Taucherbrillen.

Die restliche Zeit bis zum Abendessen verbrachten wir bei einem kühlen Drink in der offenen Lounge unserer Unterkunft.

Zum Abendessen gingen wir in das neben unserer Unterkunft gelegene Restaurant „Bill‘s“. Tolle Musik, eine schöne Atmosphäre und leckeres Essen sowie frisch gezapftes Bier vom Fass - was wollen wir mehr!

Gut gesättigt kehrten wir in unsere Unterkunft zurück und gingen gleich ins Bett, da uns morgen der Wecker früh aus dem Bett werfen wird (und dieses Mal haben wir ihn auch gestellt).

 

Donnerstag, 14. Mai 2026

Coral Bay

0 km

Für heute hatten wir eine Gujawari-Tour (so nennen die Aborigines die Walhaie) mit Coral Bay Eco Tours gebucht. Den Wecker hätten wir nicht stellen müssen, denn 5 Minuten, bevor unser Wecker klingelte, fingen die Vögel lautstark an zu singen.

Um 7:15 Uhr fanden wir uns beim Touranbieter ein. Da wir gestern bereits unsere Neoprenanzüge ausgesucht und alle notwendigen Papiere unterzeichnet hatten, konnten wir in Ruhe noch einen Kaffee trinken, bevor uns ein Bus die kurze Strecke bis zum Boot brachte.

Unseren ersten Stopp legten wir am Innenriff ein. Hier sind die Korallen mehr braun- und grünfarbig und nicht so leuchtend bunt, wie wir es aus der Karibik kennen. Dennoch sahen wir viele bunte Fische. Auch ein Hai schwamm uns vor die Linse.

Nach diesem Schnorchelgang fuhr der Kapitän aufs offene Meer. Zwei andere Ausflugsboote waren in Sichtweite und suchten ebenso wie wir nach Walhaien. Ein kleines Flugzeug kreiste über dem Meer und suchte dieses von oben nach Walhaien ab. Als nach knapp 2 Stunden die erlösende Nachricht kam, dass Walhaie gesichtet worden waren, gab unser Kapitän Gas und wir fuhren zur angegebenen Stelle.

Wir waren 20 Personen an Bord. Aufgrund der in Australien geltenden Gesetze wurden wir in zwei Gruppen à 10 Personen eingeteilt. Wir gehörten zur Gruppe eins und mussten uns deshalb sofort am Heck des Schiffes in voller Ausrüstung nebeneinander hinsetzen. Als wir in der Nähe des Walhaies waren, stoppte der Kapitän die Maschinen und wir sprangen ins Wasser. Dort mussten wir sofort eine Linie bilden. Unser Guide prüfte, an welcher Seite der Walhai an uns vorbei schwimmen würde und gab uns anschließend entsprechende Zeichen. Gebannt starrten wir auf die Unterwasserwelt im offenen Meer. Und wie aus dem Nichts tauchte plötzlich das große gefleckte Tier auf und schwamm seelenruhig an uns vorbei. Wir versuchten, parallel dazu zu schwimmen und unsere Fotos zu machen. Es war ein sehr beeindruckender Anblick!

Da wir laut Gesetz maximal eine Stunde mit dem Tier verbringen durften, endete damit unser erster Schwimmgang, denn es waren weitere geplant.

Wieder an Bord, hielten uns bereit für einen zweiten Gang ins Wasser. Als der Kapitän das Schiff wieder entsprechend manövriert hatte, wiederholte sich die Prozedur vom ersten Mal. Auch jetzt waren wir wieder total beeindruckt. Anschließend an Bord zu gehen fiel uns allerdings schon deutlich schwerer, denn der Versuch, mit dem Walhai gleich schnell zu schwimmen, zehrte doch an unseren Kräften.

Ein dritter Schwimmeinsatz folgte und wieder hatten wir das mächtige Tier fast zum Greifen nahe. Unser Guide passte allerdings auf, dass wir den gesetzlichen Mindestabstand von 5 m einhalten.

Nach diesen anstrengenden Wassereinsätzen konnten wir uns an einem sehr leckeren Buffet stärken, welches die Crew für uns aufgebaut hatte. Anschließend fuhren wir Richtung Coral Bay zurück. Unterwegs wurde noch einmal ein Stopp eingelegt, um im Bereich des Innenriffs einen zweiten Schnorchelgang zu machen. Wir verzichteten auf diesen, da das Schwimmen mit dem Walhai für uns der absolute Höhepunkt des heutigen Tages war und damit nicht mehr zu toppen gewesen wäre.

Zum Abschluss dieser wunderbaren unvergesslichen Tour gab es noch Obst und ein Glas Sekt. Nach 10 Stunden waren wir mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder zurück im Hafen.

Für das Abendessen gingen wir wieder zu „Bill‘s“. Wie gestern Abend auch, gab es tolle Musik, leckeres Essen und süffiges Bier.

 

Freitag, 15. Mai 2026

Coral Bay - Exmouth

208 km

Nach dem Frühstück in der Bäckerei nebenan machten wir uns auf den Weg nach Exmouth. Saftige Wiesen säumten großteils die Straße. Zusätzlich waren sehr viele übermannsgroße Termitenbauten zu sehen. Wir wollen gar nicht wissen, wie viele Milliarden dieser Termiten in diesen Bauten hausen.

Da wir unsere Unterkunft erst um 15:00 Uhr beziehen konnten, fuhren wir zunächst die Stichstraße zum Kings Canyon hinauf. Leider war diese aufgrund der Schäden, die der letzte Zyklon angerichtet hatte, nach ein paar Kilometern gesperrt. So versuchten wir unser Glück bei der nächsten Stichstraße zum Shothole Canyon. Aber auch diese Straße war komplett gesperrt. Wir konnten sehen, dass ein Großteil der Straße beim letzten Zyklon weggerissen worden war.

Unser Alternativziel war der Vlamingh Head Leuchtturm.

Diesen konnten wir problemlos erreichen. Im zweiten Weltkrieg befand sich direkt neben dem Leuchtturm eine Radarstellung der US-Streitkräfte im Krieg gegen Japan. Diese hatten in dem bislang unbewohnten Land eine Kaserne sowie Unterkünfte für die Familien der Soldaten gebaut. Daraus wurde das heutige Exmouth. Als die Streitkräfte abzogen, entwickelte sich der Ort nach und nach zum touristischen Zentrum.

Direkt unterhalb des Leuchtturms befindet sich ein sehr schöner Sandstrand. Wir nutzten das gute Wetter und gingen am Strand spazieren. Neben sehr vielen interessanten Muscheln sahen wir auch diverse Spuren von Wasserschildkröten, die wohl nachts den Strand hochgekrochen waren.

Wieder zurück in Exmouth kauften wir noch ein und bezogen anschließend unsere Unterkunft. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit Lesen, ehe wir uns am Abend ein leckeres Abendessen bereiteten.

Und damit endete leider schon wieder ein Tag unseres Urlaubs.

 

Samstag, 16. Mai 2026

Cape Range NP

144 km

Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht starteten wir heute unsere erste Tour in den Cape Range NP. Zunächst fuhren wir zum Milyering Discovery Center. Dieses ist aktuell behelfsmäßig in einem Container untergebracht, da der letzte Zyklon „Narelle“ Ende März diesen Jahres „ganze Arbeit geleistet“ und das bisherige repräsentative Gebäude zerstört hatte. Anschließend fuhren wir zur Mandu Mandu Gorge. Auf dem Papier erwartete uns eine nur kurze Wanderung. Dass diese in eine Kraxelei ausarten würde, war uns nicht bewusst, als wir los gingen. Zunächst führte uns der Weg durch das Bachbett, welches aktuell trocken ist. Als die Schluchtwände immer enger zusammen rückten, entdeckten wir Felskängurus (die Aborigines nennen sie Gujangganganhunghu).

Zum Glück hatten wir die Spiegelreflexkamera dabei und konnten so einige sehr schöne Fotos machen.

Anschließend kam der beschwerliche Teil der Tour. Es ging zunächst steil über Felsen bergauf. Von einem „Weg“ konnten wir nicht viel erkennen. Zum Glück waren ab und zu Pfähle in die Erde gerammt worden, damit wir nicht ganz die Orientierung verlieren. Genauso steil, wie es bergauf gegangen war, ging es auch wieder herunter. Zum Teil krabbelten wir auf allen vieren, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.

Wieder zurück bei unserem Auto steuerten wir die Turquoise Bay an. Ein toller weißer Sandstrand und natürlich das türkisfarbene Wasser empfingen uns. Wir waren allerdings gewarnt worden, hier besser nicht zu schnorcheln, da die Strömung aktuell aufgrund des fallenden Wasserstandes sehr stark ist. Zudem lagen am Strand viele braune Quallen. Gefährlich scheinen sie nicht zu sein. Aber es war kein schöner Anblick und lud uns auch nicht ein, ins Wasser zu gehen.

In der Lake Side Sanctuary Zone packten wir unsere Schnorchelausrüstung aus und gingen ins Wasser. Am Anfang war die Sicht noch sehr trüb, besserte sich aber, je weiter draußen wir waren. Einige hübsche Fische sahen wir. Leider hatten wir unsere Unterwasserkamera in der Unterkunft vergessen, so dass wir nur behelfsmäßig Fotos mit dem iPhone machen konnten. 

Auch hier herrschte eine starke Strömung, so dass wir darauf bedacht waren, uns nicht zu weit vom Ufer zu entfernen. Dennoch mussten wir ganz schön kämpfen, bis wir wieder am Ufer waren.

Mit diesem Schnorchelgang beendeten wir unseren ersten Tag im Nationalpark. Morgen werden wir ihn weiter erkunden.

Für das Abendessen hatten wir uns in „Cadillacs Bar und Grill“ einen Tisch reserviert, denn heute gab es Country-Livemusik. Kevin Conway unterhielt uns mit schönen Liedern, während wir leckere Pizzas, frisch gezapftes Bier und als Nachtisch coole Drinks hatten. Ein schöner Abschluss des heutigen Tages!

 

Sonntag, 17. Mai 2026

Cape Range NP

180 km

Heute erkundeten wir den zweiten Tag den Cape Range NP. Zunächst fuhren wir zu den Oyster Stacks. Dieser Strandabschnitt lud uns allerdings nicht zum Schnorcheln ein, da wir dort über Felsen ins Wasser hätten klettern müssen.

Ein kurzes Stück weiter erreichten wir den Yardie Creek. Dort wollten wir eine einstündige Bootstour machen. Hatten wir gestern die Felskängurus aus der Ferne gesehen und Mühe gehabt, gute Bilder zu machen, hatten wir sie heute vom Boot aus fast schon auf dem Präsentierteller.

Wir kamen diesen kleinen Kängurus sehr nahe und konnten schöne Fotos machen. Des Weiteren entdeckten wir Adler auf den Mangrovenbüschen. Auch hier kamen wir so nah ran, dass unsere Bilder einfach schön wurden.

Die Schlucht war vor dem blauen Himmel, richtig farbenfroh. Die roten Felsen, das Grün der Bäume und das tiefe Blau des Wassers ergänzen sich zu einem wunderschönen Gesamtbild.

Nach der sehr entspannten Schiffstour gingen wir den Wanderpfad am Rand der Schlucht entlang. Unterwegs entdeckten wir Flughunde, die sich zum Schlafen an zwei Bäumen aufgehangen hatten. Dennoch herrschte ein reges Treiben, da sie sich ab und zu entfalteten oder ihre Hängelage leicht veränderten. Auch hier waren wir wieder so nah dran, dass uns sehr beeindruckende Fotos gelangen.

Nach der Wanderung ging es ab ins Wasser. Wir hatten uns für unsere Schnorcheltour die Osprey Bay ausgesucht. Im Gegensatz zu gestern herrschte hier kaum Strömung. Da wir zudem die Unterwasserkamera dabei hatten, konnten wir uns nach Herzenslust austoben. Und als wäre der Tag nicht schon schön genug, schwamm uns eine Wasserschildkröte direkt vor die Linse.

Leicht geschafft, aber glücklich, machten wir uns auf den Heimweg. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit dem Aussortieren der Bilder und der Planung der weiteren Tour.

Für das Abendessen hatten wir uns wieder eingedeckt und ließen den Tag bei Wein, Brot und Schinken sowie Käse ausklingen.

War gestern schon ein schöner Tag gewesen, so war der heutige noch schöner gewesen.

 

Montag, 18. Mai 2026

Exmouth - Karijini NP

661 km

Heute stand uns eine lange Fahrt bevor. Deshalb tankten wir vor der Abfahrt noch einmal. Die Strecke von Exmouth in den Karijini NP führte uns überwiegend durch flaches Buschland. Später wurde die Landschaft immer hügeliger.

Einen ersten Stopp legten wir beim Nanutarra Roadhouse am Ashburton River ein, um zu tanken und unsere Mittagspause zu machen. Gleichzeitig hatten wir von dort einen guten Blick von der alten Brücke auf den träge dahinfließenden und rot verschlammten Fluss.

Weitere 200 km später begann für uns eine knapp 50 km lange ungeteerte Strecke. Auch wenn wir dadurch unser Fahrzeug ordentlich einstaubten, war dieser Weg deutlich kürzer, als wenn wir die geteerte Straße gefahren wären.

In Tom Price tankten wir heute zum dritten Mal, um für die nächsten drei Tage im Karijini NP genügend Sprit im Tank zu haben.

Tom Price ist eine Bergbaustadt. Gerade, als wir diesen kleinen Ort verlassen wollten, kamen uns zwei Schwertransporte mit riesigen Minen-LKWs entgegen. Wir hatten solche Ungetüme schon in Chile gesehen. Immer wieder ein sehr beeindruckender Anblick!

Bevor wir zu unserer Unterkunft fuhren, machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Mount Bruce. Die Aborigines nennen ihn Punurrunha. Um uns die Beine zu vertreten, gingen wir ein kleines Stück des Wanderweges, welcher eigentlich bis auf den Gipfel führt. Dafür hätten wir allerdings 6 Stunden Zeit gebraucht. Dies ersparten wir uns in Anbetracht der Tageszeit und fuhren stattdessen in unsere Unterkunft. Die nächsten drei Nächte werden wir in einem Zelt schlafen. Zu unserem Glück ist dies aber mit einem richtigen Bett ausgestattet. Zudem haben wir eine Freiluftdusche und Toilette.

Für das Abendessen nutzten wir das Restaurant des Resorts, da im Umkreis von 100 km um uns herum kein anderes existiert.

Auf dem Weg zum Restaurant lief uns ein Dingo über den Weg. Zum Glück hatten wir die Taschenlampe dabei und konnten ihn rechtzeitig sehen.

Das Essen im offenen Restaurant war sehr gut. Leider gibt es Bier nicht vom Fass, sondern nur aus Büchsen. Lecker war’s trotzdem.

Auf dem Rückweg in unserer Zeltunterkunft konnten wir einen tollen Sternenhimmel sehen. Keine Wolke und kein Mondschein trübte den Blick.

 

Dienstag, 19. Mai 2026

Karijini NP

105 km

Die Nacht war total ruhig und dank der Bettheizung hatten wir in unserer Zelt-Unterkunft auch nicht gefroren.

Nach dem Frühstück fuhren wir zunächst zum Visitor Center. Die dortige Ausstellung über das Leben der Aborigines haben wir uns nur im Vorbeigehen angesehen. Wir wollten raus und die Landschaft erkunden. Dafür holten wir uns Tipps für die einzelnen Schluchten bei einer kundigen Nationalpark-Angestellten.

Unser erstes Ziel war die Dales Schlucht. Die Aborigines nennen sie Ngirribungunha - ein schwieriges Wort für uns. Über 300 Treppenstufen führten uns hinab in den Talgrund. Unten gab es einen kleinen See, der von einem Wasserfall gespeist wurde. Da mussten wir unbedingt ein paar Langzeitbelichtungen machen!

Der anschließende kleine Abstecher zum Fern Pool war kurz und bald standen wir vor diesem natürlichen Badebecken. Uns war heute allerdings nicht nach Schwimmen, weshalb wir nur ein paar Fotos machten. Anschließend wanderten wir den Pfad entlang des Talgrundes zum Schluchtausgang. Zunächst ging es über einige Felsen weiterhin hinab. Nachdem wir ein Stück durch den Wald gelaufen waren, begann der feuchte Abschnitt unserer Tour: wir mussten durch das Wasser waten, da es ansonsten keine andere Möglichkeit gegeben hatte.

Zum Glück war die Wassertemperatur sehr angenehm und das Wasser sauber und nicht wirklich tief.

Am Ende des begehbaren Teils der Schlucht ging es zum Teil über Leitern wieder nach oben. Der Rückweg zum Auto verlief am Schluchtrand entlang. Es war eine sehr schöne Tour gewesen.

Auf unserem Heimweg hielten wir noch kurz am Aussichtspunkt über die Knox Schlucht und die Joffre Schlucht. Bei der Knox Schlucht war uns der Weg zu gefährlich, um zum Schluchtgrund zu gelangen. Den Weg hinab in die Joffre Schlucht sparten wir uns an dieser Stelle, da wir auch von unserem Resort aus dorthin gehen können.

Wieder zurück in der Unterkunft, stärkten wir uns zunächst mit einem leckeren Eis. Anschließend ging der Greyhound hinab zum Wasserfall in der Joffre Schlucht. Aktuell fließt dort allerdings kein Wasser. Dennoch war der Abstieg über Felsen und Leitern spannend.

Auch der Weg zum Fuß des Wasserfalls war herausfordernd, obwohl dort Ketten an der Wand gespannt waren.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir auf unserer Terrasse. Die Anzahl der Fliegen hat zwar deutlich nachgelassen, aber es gibt dennoch genügend der lästigen Biester.

Das Essen im Restaurant war wieder sehr gut. Heute allerdings tranken wir Wein dazu. Und damit endete unser erster voller Tag im Karijini NP.

 

Mittwoch, 20. Mai 2026

Karijini NP

193 km

Nachts wehte der Wind so stark, dass wir aufgrund des Lärms, den die Zeltplanen im Wind machten, nur sehr schlecht geschlafen haben. Umso stärker machten wir uns den Kaffee zum Frühstück.

Für heute hatten wir uns die Hamersley Gorge vorgenommen. Der eigentliche Name lautet Minhthukunbdi. Die Mitarbeiterin gestern im Visitor Center hatte uns zwar abgeraten, die ungeteerte Abkürzung zu nehmen, aber wir versuchten es trotzdem. Und unsere Entscheidung war richtig: statt der vorhergesagten schlechten Oberfläche befuhren wir eine glatte, aber unbefestigte Straße. Es staubte zwar fürchterlich hinter uns, aber da die Straße nur von vereinzelten Fahrzeugen genutzt wurde, mussten wir kein schlechtes Gewissen haben.

An der Hamersley Gorge angekommen, stiegen wir die wenigen Stufen hinab in den Talgrund. Schon von oben grüßte ein türkisblauer See. Die Felswände ringsherum schimmerten in den verschiedensten Farben. Zudem war das Gestein unterschiedlich gefaltet, was dem Ganzen einen eigentümlichen Reiz gab.

Um zum kleinen Wasserfall zu gelangen, kletterten wir über glatte Felsen, hielten uns an den Felswänden angebrachten Ketten fest und stiegen über große Felsblöcke. Von offizieller Seite wird dieser Weg als Class 5 - Weg bezeichnet, was bedeutet, dass nur sehr erfahrene Wanderer ihn nutzen sollten. Also kein Problem für uns!

Um zum Wasserfall zu gelangen, mussten wir noch durch einen Pool schwimmen. Dies machte der Greyhound allerdings alleine. Da die Felsen unter Wasser aufgrund des Algenbewuchses sehr glitschig sind, musste er sehr aufpassen.

Nachdem wir diese Ecke der Schlucht ausgiebig genossen hatten, gingen wir zur anderen Seite, wo ein Wasserarm abging. Hier konnten wir nicht widerstehen, zogen uns aus und schwammen diesen entlang. Das Wasser war mehr als erfrischend, weshalb wir nach etwa 50 m umdrehten und zurück schwammen. Aber auch hier war das Farbenspiel der Felswände, des blauen Wassers und Himmels sowie der grünen Bäume einfach nur umwerfend.

Gut erfrischt und voller bleibender Eindrücke gingen wir wieder nach oben zu unserem Fahrzeug. Die Rückfahrt gestaltete sich problemlos, so dass wir nach einer guten Stunde bereits am Oxer Lookout waren. Hier hatten wir einen sehr beeindruckenden Blick in die Tiefe der verschiedenen Schluchten um uns herum. Die Erde sah richtig aufgerissen aus. Ein bisschen erinnerte es uns an den Grand Canyon.

Damit hatten wir unsere Besichtigungspunkte erledigt und fuhren zu unserer Unterkunft zurück. Bevor wir uns auf die Terrasse setzten, stärkten wir uns mit dem obligatorischen Eis.

Beim Abendessen ließen wir heute einmal die Vorspeise weg, um stattdessen einen Nachtisch nach der Hauptmahlzeit zu haben. Der Apfelkuchen mit Vanilleeis war nicht schlecht, aber die Niederländer können eine bessere „Appeltart met slagrom“ machen.

 

Donnerstag, 21. Mai 2026

Karijini NP - Eighty Mile Beach

605 km

Im Gegensatz zur letzten Nacht war diese Nacht vollkommen still, da kein Lüftchen wehte. Am Morgen sahen wir aber zum ersten Mal in diesem Urlaub keinen blauen Himmel, da viele Wolken die Sonne verdeckten. Uns konnte es egal sein, denn heute verlassen wir den Karijini NP und haben einen Fahrtag auf dem Plan.

Die Fahrt nach Eighty Mile Beach an sich ist schnell beschrieben: eintönige Landschaft rechts und links der Straße, gut ausgebaute Straßen mit wenig Verkehr, kurzer Stopp in Port Hedland zum Einkaufen und nachmittags Dauerregen.

Was den heutigen Tag allerdings interessant machte, waren die vielen Roadtrains. Diese bestehen in der Regel aus einem Zugfahrzeug mit bis zu vier großen Anhängern und sind deshalb in der Regel 60 m lang. 

Begegnet einem auf einer ungeteerten Straße ein Roadtrain, ist man minutenlang in eine Staubwolke eingehüllt. Heute hatten wir aber dieses Staub-Problem nicht, da die Straße durchweg geteert war. Dafür hatten wir am Nachmittag lange Gischtfahnen dieser Kolosse aufgrund des Regens.

Wir sahen auf dem Stück vom Auski Roadhouse bis nach Port Hedland auf dem Great Northern Highway sehr viele dieser „Straßenzüge“, die das Eisenerz von Tom Price nach Port Hedland transportieren. Absolutes Highlight war ein Roadtrain, welcher eine Diesellock transportierte. Dazu waren zwei Zugfahrzeuge vor den Anhänger und ein Zugfahrzeug an das Heck des Anhängers gekoppelt, um die schwere Last zu transportieren. Hier bekam der Begriff „Roadtrain“ einen ganz neuen Sinn.

In Port Hedland kauften wir für unser Abendessen ein, denn heute Abend haben wir in der Nähe unserer Unterkunft keinerlei Restaurant. Interessant war der Kauf der Weinflasche: unser Pass wurde eingescannt, damit wir nicht grenzenlos Alkohol einkaufen können. Drei Flaschen Wein sind möglich pro Person und Tag.

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft am Eighty Mile Beach hatten wir Dauerregen. Unser Auto, welches von der gestrigen Tour noch vollkommen eingestaubt war, wurde so wieder gereinigt. Blöderweise aber waren die letzten 10 km zur Unterkunft eine ungeteerte Straße, die durch den Regen matschig geworden war. Das Auto sah deshalb am Ziel schlimmer aus als gestern Abend nach der staubigen Fahrt zur Hamersley Gorge. Zum Glück war neben unserer Unterkunft ein Wasserschlauch angebracht. Mit diesem reinigten wir so gut es ging das Fahrzeug. Kaum waren wir damit fertig, regnete es wieder stark.

Für das Abendessen hatten wir leckeres Brot, Schinken, Käse sowie Rotwein gekauft. Anschließend gab es noch einen Cocktail, den wir in Exmouth gekauft hatten. Und damit endete dieser lange Fahrtag, der durch die vielen Roadtrains doch abwechslungsreich gewesen war.

 

Freitag, 22. Mai 2026

Eighty Mile Beach - Broome

417 km

Nach einer vollkommen ruhigen Nacht wachten wir früh auf. Da wir bis zum Auschecken noch Zeit hatten, nutzten wir die Zeit nach einem kurzen Frühstück für einen Strandspaziergang. Der Himmel war zum Teil bewölkt, was uns stimmungsvolle Bilder bescherte.

Am Strand fanden wir jede Menge Sanddollars. Ein paar von ihnen fanden den Weg in unsere Tüten.

Die Fahrt nach Broome war ereignislos. Die Landschaft rechts und links der Straße bestand überwiegend aus Büschen und bot für das Auge kaum Abwechslung. In Broome fuhren wir die sandige Offroad Piste zum Crab Creek. Da aufgrund der Pistenbeschaffenheit nur sehr wenige den Weg hierher finden, hatten wir den Strand nahezu für uns alleine. Es war ein toller Kontrast zwischen dem roten Sand, dem milchig weißen Wasser und den grünen Mangrovenbüschen.

So war es keine Frage, dass wir unsere Drohne einsetzten, um ein paar Luftbilder zu machen.

Nach einer ausgiebigen Besichtigungstour an diesem wunderschönen Strand fuhren wir die Sandpiste wieder zurück. Unterwegs hopsten mehrere Kängurus direkt vor unserem Auto über die Piste. Wie immer wirkt es etwas planlos, wenn sie versuchen, wegzuspringen.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie nicht besonders gut sehen.

In Broome fanden wir mithilfe unseres Navigationssystems unsere sehr schöne Unterkunft für die nächsten zwei Nächte sehr schnell. Da wir hier richtiges Internet haben, nutzten wir den verbleibenden Nachmittag, um unsere Mails abzurufen und Bilder einzustellen.

Für das Abendessen hatten wir in der Brauerei „Matso’s Broome Brewery“ einen Tisch reserviert. Das Essen war nicht schlecht. Der Service ließ aber zu wünschen übrig.

Funfact am Rand: Wir wollten bei „Thirsty Camel“ noch einen Drink kaufen, um damit auf der Veranda unserer Unterkunft den Abend beschließen zu können. Wie schon häufiger gesehen, war der Laden ein Drive-through - aber eben nur ein Drive-through ohne Ladenverkauf! Da wir ohne Auto kamen, konnten wir nichts kaufen.

So setzten wir uns eben ohne Drink auf die Veranda und genossen die laue Abendluft mit sanfter Brise.

 

Samstag, 23. Mai 2026

Broome

18 km

Wir haben sehr gut geschlafen und wachten zur üblichen Zeit auf.

Nach dem Frühstück gingen wir über die Straße und schlenderten über den kleinen Markt, welcher immer samstags und sonntags stattfindet. Kunsthandwerk, aber auch Lebensmittel werden dort angeboten.

Anschließend gingen wir in den Bezirk Chinatown. Wir haben schon einige Chinatown-Viertel besichtigt, aber dieses hier hätten wir nicht als solches identifiziert, wenn es nicht im Stadtplan vermerkt worden wäre. Weder gab es den berühmten Eingangsbogen noch standen sonstige chinesischen Figuren an der Straße. Lediglich an zwei Hauseingängen konnten wir erkennen, dass hier bevorzugt Chinesen wohnen beziehungsweise arbeiten.

Auf unserem Weg kamen wir am Perlengeschäft „Pearl Luggers“ vorbei, die verschiedene Touren rund um ihre Perlen anbieten. Wir kamen gerade rechtzeitig, um uns für eine geführte Tour anzumelden. Da wir die einzigen Gäste waren, war dies eine Privattour. Die junge Frau erklärte uns alles zur Perlenfischerei in Broome. Dies beinhaltete auch die Tauchanzüge, welche die Perlentaucher genutzt haben. Ein kompletter Anzug wiegt etwa 100 Kilo. Alleine ein Schuh wiegt schon 20 Kilo. Es wurde in 10-20 m Tiefe getaucht. Da die Taucher nach Stückzahlen bezahlt wurden, war dies ein ganz schöner Knochenjob.

Nach dieser sehr schönen Führung erlebten wir live, wie eine Perle aus einer Muschel geerntet wurde. Normalerweise werden die Muscheln vorsichtig geöffnet, damit bis zu acht mal aus der selben Muschel eine Perle geerntet werden kann. Heute bei der Vorführung allerdings wurde die Muschel komplett aufgebrochen und konnte deshalb für die weitere Perlenzucht nicht mehr verwendet werden.

Ein Stückchen weiter erreichten wir den alten Pier. Dieser ist mittlerweile von Mangroven zugewachsen, da er nicht mehr benutzt wird. Rechts und links vom Steg konnten wir viele der roten Krabben sehen, die hier manchmal zu einer Plage werden können.

Ein bisschen schlenderten wir noch durch die  kleine Stadt, ehe wir uns im Green Mango Café für eine Stärkung hinsetzen.

Trotz 30° im Schatten gingen wir die Hamersley Straße entlang zur heutigen modernen Pier. Unterwegs kamen wir an vielen der hier endemischen Affenbrotbäume vorbei. Diese sehen schon fantastisch aus, denn der Stamm ist unmäßig dick (und speichert Wasser), während die Äste nicht zu den Proportionen des Stammes passen.

Nachdem wir die Pier besichtigt hatten, gingen wir zurück zur Unterkunft und kühlten uns im Pool ab. Anschließend genossen wir die angenehmen Temperaturen auf der Veranda.

Am späten Nachmittag fuhren wir hinaus zum Gantheaume Point und machten einige Fotos der wilden Felslandschaft.

Nebenan gelegen ist der Cable Beach. Hier erlebten wir ein letztes Mal in diesem Urlaub den Sonnenuntergang über dem Meer.

Für das Abendessen hatten wir uns beim spanischen Restaurant "Papá Fuego" einen Tisch reserviert. Was sollen wir sagen? Es war einfach ein sehr leckeres Essen! Da wir neben den Vorspeisen auch Nachspeisen sowie Digestifs und Aperitifs bestellt hatten, war es zwar nicht ganz billig, aber sein Geld auf jeden Fall wert.

Den Abend beschlossen wir ein letztes Mal in diesem Urlaub auf der Veranda unserer wunderschönen Unterkunft und genossen die laue Abendluft.

 

Sonntag, 24. Mai 2026

Broome - Doha

1 km

Heute war es leider soweit: wir mussten nach Hause fliegen!

Nach dem Frühstück nutzten wir noch einmal die Veranda unserer traumhaften Unterkunft, um die angenehmen Temperaturen zu genießen. Da wir um 10:00 Uhr unser Zimmer verlassen mussten, war es leider nicht allzu lange.

Die Fahrt zum Flughafen dauerte lediglich ein paar Minuten, da dieser nur 1 km entfernt liegt.

Nach der Abgabe unseres Leihwagens mit einem Kilometerstand von 4.457 gefahrenen Kilometern hieß es für uns warten bis zum Abflug um 14:50 Uhr. Wir nutzten die Zeit, um uns Gedanken über unseren nächsten Urlaub zu machen.

Beim Flug über Australien konnten wir noch einmal die Landschaft von oben ansehen.

In Perth hatten wir einen mehrstündigen Aufenthalt. Diesen nutzen wir für das Abendessen und einen Bummel durch die Geschäfte.

Kurz vor 23 h startete unser Flug, der uns in etwas mehr als 10 Stunden nach Doha brachte.

 

Montag, 25. Mai 2026

Doha - Bonn

0 km

Noch vor Sonnenaufgang landeten wir in Doha.

Damit betrug die Zeitverschiebung zu Deutschland nur noch eine Stunde.

Auch hier hatten wir ein paar Stunden Aufenthalt bis zu unserem Weiterflug. Um nicht einzuschlafen, ließen wir uns vom Angebot der riesigen Duty Free Shopping Tempel „erschlagen“.

Der Abflug aus Doha verzögerte sich um fast zwei Stunden. Warum, erfuhren wir nicht. Unsere Flugstrecke führte aufgrund der politischen Situation nicht über den Iran bzw. Syrien, sondern über den Süden des Gaza-Streifens. Trotzdem landeten wir in Frankfurt nur mit etwa 1,5 Stunden Verspätung.

Die Gepäckausgabe dauerte dann aber fast 45 Minuten. Zudem mussten wir den Busersatzverkehr nutzen, um zum Fernbahnhof zu kommen, da der Skytrail nicht funktionierte. So konnten wir mit dem ICE erst kurz vor 18 Uhr von Frankfurt abfahren. 

Nach einer Stärkung in Siegburg bei Pizzahut ließen wir uns von Uber nach Hause bringen.

Und damit endete dieser sehr schöne Urlaub. Wir haben bei unserem dritten Aufenthalt in Australien viel gesehen und erlebt. Beeindruckend war wieder die Weite des Landes und die damit zusammenhängenden Entfernungen, die wir zurücklegen mussten.

Es war übrigens der erste, in dem wir kein Bargeld verwendeten, sondern alles mit Kreditkarte bezahlten.

 

Aber: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!