Bilderserie folgt wie immer nach Abschluss der Tour
Reiseroute:
Bonn - Neusäß - Asfinag Rastplatz Weißenstein (Österreich) - Sibuljina (Kroatien) - Mlini (Kroatien) - Shkodra (Albanien) -
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Auch bei dieser Tour wollten wir die Urlaubstage der Greyhoundin so gut wie möglich einsetzen. Der Greyhound fuhr deshalb das Mausmobil vor Beginn der eigentlichen Tour in Albanien von Bonn nach Dubrovnik und zurück. Die Tour durch Albanien machten wir aber gemeinsam.
Sonntag, 24. August 2025
Bonn - Neusäß
510 km
Nach dem Frühstück und ein bißchen feuchten Augen der Greyhoundin aufgrund der einwöchigen Trennung brachte das Mausmobil den Greyhound und die Maus ohne Schwierigkeiten nach Neusäß. Am frühen Abend kamen wir bei der Verwandtschaft an und hatten einen lustigen Abend - immerhin gab es viel zu erzählen. Außerdem schmeckte das heimische bayrische Bier sehr gut. Beinahe war es Mitternacht, bis wir uns in unser rollendes Heim zurückzogen.
Montag, 25. August 2025
Neusäß - Asfinag Rastplatz Weißenstein
388 km
Am nächsten Morgen bekamen wir einen Schrecken: Die Reifendruckanzeige zeigte auf der Vorderachse nicht den üblichen Druck an. Es war zwar nicht kritisch, aber vor der Weiterfahrt in den Süden werden wir uns das ansehen.
Nach einem gemeinsamen Frühstück mit dem Cousin fuhren wir deshalb zuerst zu einer Tankstelle. Dort bekamen wir aber die Reifendrucksensoren nicht ab. Also steuerten wir den nächsten Reifenshop von Euromaster an. Beim Versuch, die Sensoren vom Ventil abzuschrauben, riß ein Ventil an der Spitze ab. Das Aluminium der Sensoren war mit dem Metall der Ventile eine feste Verbindung eingegangen. So ein Mist ! Zum Glück hatte die Werkstatt Zeit und tauschte für einen kleinen Betrag die Ventile aus.
Es war schon früher Nachmittag, ehe wir weiterfahren konnten. In Sulzemoos hielten wir noch bei dem Wohnmobilhändler Freistaat an und kauften Ersatz für die kaputten Reifendrucksensoren. Jetzt haben wir wieder den Druck im Blick und können beruhigt fahren.
Um München herum war aufgrund des Feierabends sehr reger Verkehr. Danach allerdings gab es keine Probleme mehr und am frühen Abend stellten wir uns auf den Rastplatz Weißenstein neben der Autobahn für die Nacht hin.
Nach dem Abendessen las der Greyhound noch ein bißchen und beendete damit diesen Reisetag, der etwas anders verlaufen war als geplant.
Dienstag, 26. August 2025
Asfinag Rastplatz Weißenstein - Sibuljina
379 km
Heute ließen wir den Tag gemächlich angehen. Nach dem Frühstück ging es problemlos weiter Richtung Süden - selbst am Karawankentunnel staute es sich nicht. Auch der Grenzübertritt nach Kroatien konnte uns nicht bremsen, da wir einfach durchfahren konnten.
Hinter Rijeka nutzten wir die Küstenstrasse. Sie ist zwar kurvig, aber der Ausblick auf das Meer entschädigte dafür.
Eigentlich wollten wir gegen 16 h die Fahrt beenden. Da aber eine längere Strecke ohne Campingplätze kam, wurde es fast 17:30 Uhr, bis Maus und ich unser treues Gefährt abstellen konnten. Unser Stellplatznachbar lud uns direkt zu einem Bier ein und so verzögerte sich das Abendessen ein klein wenig.
Mit einer großen Pizza und Salat im Bauch beendeten zwei müde Reisende den heutigen Tag.
Mittwoch, 27. August 2025
Sibuljina - Mlini
382 km
Heute fuhren Maus und ich nach dem Frühstück gleich los, da uns der Campingplatzbetreiber bei Dubrovnik gesagt hatte, dass wir bei einer Ankunft bis 14 Uhr sehr wahrscheinlich noch einen Platz bekämen.
Die Fahrt verlief großteils über die gut ausgebaute Autobahn. Nur die Strecken entlang der Küste bremsten unsere Geschwindigkeit.
Kurz nach 14 Uhr erreichten wir Camping Kate. Hier waren wir schon 2021 gestanden. Der Vorteil des Platzes ist das kleine Boot, was einen direkt nach Dubrovnik bringt. Nachdem wir unseren Platz bezogen hatten, ruhten wir uns zunächst von der Fahrt aus. Anschließend gingen wir zum Strand und kühlten uns ab. So muss Urlaub sein.
Nach dem Abendessen lasen wir noch ein paar Seiten und beendeten damit diesen Tag.
Donnerstag, 28. August 2025
Mlini
0 km
Nach dem Frühstück fuhren wir mit der kleinen Fähre nach Dubrovnik. Unterwegs kamen wir an den Hotelanlagen vorbei, die 1991 während der Kämpfe aufgegeben worden waren. Aktuell werden sie gerade abgerissen.
Dubrovnik war wieder voller Menschen. Wir sparten uns den Gang über die Stadtmauer, da uns 40 € Eintritt zu teuer war. Stattdessen schlenderten wir durch die Gassen. Besonders spannend fanden wir die verschiedenen Sichtachsen, die im rechten Winkel von der Hauptstraße abzweigen.
Nach einigen Stunden packte uns der Hunger. In einem kleinen Supermarkt kauften wir deshalb Brötchen, Belag und Cola und setzten uns zum Essen an einen Brunnen beim Markt, um den Menschen und dem Marktgeschehen zuzuschauen.
Wieder zurück in Mlini, faulenzten wir den Rest des Tages am Strand. Abends ließen wir uns in einem Restaurant am Meer lecker bekochen und beendeten damit diesen entspannten Tag.
Freitag, 29. August 2025
Mlini - Shkodra (Albanien)
182 km
Der heutige Tag verlief nicht ganz so, wie wir uns das gedacht hatten. Aber der Reihe nach:
Nachdem die Greyhoundin pünktlich kurz vor 11 Uhr in Dubrovnik gelandet war, fuhren wir direkt los. Die Straße führte mehr oder weniger immer an der Küste entlang. Die Ausreise aus Kroatien verlief sehr flott. Kurz hinter dieser Grenzstation. allerdings staute sich der Verkehr richtig. Wir verloren dadurch fast eine Stunde. Als wir endlich an der Reihe waren, wurde nur kurz unser Ausweis angesehen und wir anschließend durchgewunken. Der Verkehr durch Montenegro war unglaublich stark. Damit hatten wir nicht gerechnet. Zwar konnten wir etwas Zeit gutmachen, indem wir die kleine Fähre bei der Bucht von Kotor nahmen. Dies sparte uns ein großes Stück Weg und damit Zeit.
Nachdem wir mit der Fähre übergesetzt hatten, fanden wir direkt einen netten Platz direkt am Wasser, um unser Mittagessen einnehmen zu können. Anschließend ging es bedingt durch den sehr starken Verkehr und viele Baustellen langsam weiter vorwärts. In Bar meldete sich unser Navigationsgerät und ließ uns links Richtung Albanien abbiegen. Eine schmale und zum Teil steil ansteigende Straße erwartete uns. Als ob dies nicht genug sei, kamen wir plötzlich an eine Straßensperre. Der Bauarbeiter bedeutete uns, dass wir nach rechts abbiegen sollten, um nach Albanien zu gelangen. War die Straße bislang schmal und kurvig gewesen, wurde sie nun sehr schmal und hatte so gut wie keine Ausweichmöglichkeiten. Getreu dem Motto, dass alles, was nicht niet- und nagelfest ist, irgendwann auf den Boden fliegt, kosteten diese uns zwei Teller, die wir vom Mittagessen einfach in den Spülkorb gelegt hatten.
Die Büsche wuchsen rechts und links höher als unser Mausmobil. Wir hofften die ganze Zeit, dass wir keinen Gegenverkehr bekommen. Passierte dies doch einmal, hieß es sehr vorsichtig rangieren. Irgendwann hatten wir dieses doch sehr nervenaufreibende Stück überstanden und kamen wieder auf eine breite Straße. Der Grenzübertritt nach Albanien gestaltete sich komplett problemlos. Unsere Ausweise wollte niemand sehen. Es reichte die Angabe, dass wir zwei Personen seien.
Es dauerte nicht mehr lange bis zu unserem Campingplatz bei Shkodra. Da uns nach 6 Stunden Fahrt für eine Strecke von 180 km der Antrieb fehlte, irgendwelche Besichtigungen zu machen, nutzten wir den Swimmingpool des Campgroundes. Gut erfrischt, relaxten wir bis zum Abendessen.